VW

Schwarze Null in China

Volkswagen rechnet im zuletzt schwachen China-Geschäft in diesem Jahr mit einem in etwa ausgeglichenem Ergebnis. Er gehe davon aus, dass sich das Ergebnis in China "um Null herum" bewegen werde, sagte VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder der "Süddeutschen Zeitung".

Ob sich am Ende ein kleiner Gewinn oder Verlust ergebe, sei nicht entscheidend. "Fundamentaler ist die Frage, wie können wir unseren Marktanteil verteidigen und vor allem die Situation auf der Ertragsseite drastisch verbessern."

Dazu müssten die Fertigungskosten deutlich reduziert werden. VW wolle außerdem mit neuen Produkten den Teil des chinesischen Automarktes erschließen, der nicht in der boomenden Küstenregion liegt. "Wir haben in der Vergangenheit den chinesischen Markt zu sehr aus Wolfsburg heraus betrachtet. Das ist keine taugliche Vorgehensweise mehr", sagte Pischetsrieder. So solle der Jetta, der bereits in China gefertigt wird, modernisiert und in der Mitte des Landes produziert werden.

Das verlustreiche US-Geschäft wolle VW mit "mehr amerikanischem Denken" ankurbeln. Eine Gruppe junger Mitarbeiter solle in anderen amerikanischen Firmen lernen, "den sozialen Code richtig einzuschätzen und dann Marken- und Produktwerte in unser Unternehmen zu kommunizieren", sagte Pischetsrieder zum Projekt "Moonraker". VW werde zudem in den USA das Händlernetz ausbauen und mehr Teile von lokalen Zulieferern verwenden.

Um die Kosten im gesamten Konzern zu senken, müssten die VW-Exporte nach Asien und Nordamerika profitabler werden. Neben den Personal- und Lohnkosten müssten auch andere Produktionskosten gesenkt werden. Mit Blick auf Deutschland sagte Pischetsrieder, er wolle den im November ausgehandelten Haustarifvertrag nicht kündigen. Es gebe diese Option für den Fall, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dies verlangten. "Ziehen will sie möglichst
niemand."

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