VW senkt Kosten in China

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VW senkt die Kosten auf seinem wichtigsten Auslandsmarkt China. Bis Ende 2005 sollen die Ausgaben des Gemeinschaftsunternehmens Shanghai Volkswagen (SVW) um umgerechnet rund 410 Millionen Euro oder 14 Prozent verringert werden, wie VW-Sprecher Hartwig von Saß am Donnerstag (29.7.) in Wolfsburg sagte.

Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland". Ziel sei mehr Kosteneffizienz. Das neue Sparprogramm sei seit langem vorbereitet und habe nichts mit der aktuellen Marktentwicklung zu tun.

Der als einer der ersten ausländischen Hersteller in China aktive Volkswagen-Konzern hatte im ersten Halbjahr 2004 erstmals einen Rückgang bei der Zahl der verkauften Autos verzeichnet. Die Auslieferungen in China gingen um 4,2 Prozent auf 311.000 Fahrzeuge zurück. Als Gründe nannte VW den zunehmenden Wettbewerbsdruck und die massiv gestiegenen Kaufanreize anderer Hersteller.

Shanghai Volkswagen (SVW) hatte zwischen 2001 und 2003 die Kosten bereits um ein Drittel reduziert. Vizedirektor Jörg Blecker sagte der "FTD", SVW habe seine Schwächen lange verdrängt. "Die Struktur des Unternehmens muss seinem Wachstum und den veränderten Marktbedingungen angepasst werden." SVW, an dem VW 50 Prozent hält, produziert die Modelle Passat, Santana, Santana Variant, Santana 3000, Touran, Polo und Gol.

Keine Belebung erwartet

Wegen massiver Absatzprobleme auf seinen wichtigsten Märkten hatte der Volkswagen-Konzern vergangene Woche seine Gewinnprognose für 2004 deutlich gesenkt. Auch in der zweiten Jahreshälfte geht VW nicht von einer deutlichen Belebung der Autokonjunktur aus.

VW hatte bereits angekündigt, das Geschäft in China neu zu strukturieren. Künftig sollen alle Aktivitäten des Konzerns über die Volkswagen Group China in Peking gesteuert werden. Ziel sei es, die Stellung des Konzerns in China durch eine Ausweitung und Modernisierung der vor Ort produzierten Modelle zu stärken sowie Kosteneinsparpotenziale in den Joint-Ventures vermehrt zu nutzen. Volkswagen ist in China an drei Gemeinschaftsunternehmen beteiligt.

Erst vor zwei Wochen hatte VW angekündigt, zusammen mit dem chinesischen Partnerunternehmen First Automotive Works (FAW) zwei neue Werke zu errichten, in denen Fahrwerkskomponenten und Motoren gefertigt werden sollen. Die millionenschweren Investitionen sind Teil von bereits länger bekannten VW-Plänen, bis 2008 in China zusammen mit seinen lokalen Partnern 5,3 Milliarden Euro zu investieren.

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