VW

Sparen, sparen, sparen

Foto: VW

Volkswagen will die Produktionskosten bei seinem wichtigsten Modell Golf deutlich drücken. Konzernchef Bernd Pischetsrieder und der neue VW- Markenvorstand Wolfgang Bernhard planen kurzfristig neue Sparprogramme, um die Kostenstrukturen des Konzerns nachhaltig zu verbessern.

Dafür kämen nach einem Bericht der "Automobilwoche" neben den Automobilen die Fertigungsprozesse auf den Prüfstand. Insbesondere die Herstellkosten des Volumenmodells Golf sollten rasch sinken. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Hintergrund für die Sparvorschläge sei die auf Grund kostspieliger Rabattmaßnahmen erodierende Rendite des Golf. Ergebnisse von Beratungen sollten möglichst schon im Herbst in die Serienfertigung einfließen. Eine Senkung der Golf-Verkaufspreise sei momentan aber nicht geplant.

Aus für Dreiliter-Lupo

Der Golf gehört zur Konzern-Kernmarke VW, die 2004 in die roten Zahlen gerutscht war. Die angeschlagene Marke hat seit Jahresbeginn eine "Modelloffensive" gestartet. Dazu zählt auch der neue Passat Variant, der vom 19. August an bei den Händlern steht. Das teilte VW am Sonntag (5.6.) in Wolfsburg mit. Der Kombi startet wenige Wochen nach seiner Markteinführung in Deutschland auch in anderen wichtigen europäischen Märkten. In den USA wird er laut VW von Anfang 2006 an verkauft. In den USA hat VW zuletzt einen Absatzeinbruch verzeichnet. Der Passat Variant wurde nach Unternehmensangaben bisher 4,3 Millionen Mal verkauft.

VW hat in diesem Jahr unter anderem bereits die neuen Modelle von Jetta, Polo und Passat präsentiert. Außerdem kam der in Brasilien gefertigte Kleinwagen Fox auf den deutschen Markt.

Weltbebauungsplan von Pischetsrieder

Seitdem der Fox auf dem Markt ist, gibt es laut VW nur noch eine "geringe Nachfrage" nach dem Dreiliter-Lupo. Nach Informationen der Zeitschrift wird die Produktion des Spritsparautos nun eingestellt. Das letzte Exemplar des mit einem Durchschnittverbrauch von knapp drei Litern Dieselkraftstoff sparsamsten Serienautos der Welt laufe Ende Juni in Wolfsburg vom Band. Ein VW-Sprecher sagte dazu: "Über einen definitiven Zeitpunkt einer Einstellung ist noch nicht entschieden." Das rund 15.000 Euro teure Auto fand seit dem Produktionsstart 1999 insgesamt 30.000 Käufer.

Die "Automobilwoche" schreibt zudem, Konzernchef Pischetsrieder arbeite an einem "Weltbebauungsplan", um VW auf Wechselkursrisiken und neue Konkurrenten künftig besser vorzubereiten. Vor dem Hintergrund verschiedener Wechselkursszenarien prüfe VW, wo im Zeitraum 2010 bis 2015 welche Fahrzeuge herstellt werden sollten. Dabei wolle der Konzern vermehrt von Synergieeffekten und einer stärkeren Rolle seiner ausländischen Werke profitieren. Bislang zeichneten sich größere Produktionsvolumina für Mexiko sowie Indien, Malaysia und China ab.

Neues Heft
Top Aktuell Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+ 4-Türer - Oberklasse-Limousine - Fahrbericht AMG GT 63 S 4Matic+ 4-Türer Panamera-Rivale im Fahrbericht
Beliebte Artikel VW Passat Variant Raumgewinn US-Absatz Porsche hui, VW pfui
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+ 4-Türer - Oberklasse-Limousine - Fahrbericht AMG GT 63 S 4Matic+ 4-Türer Panamera-Rivale im Fahrbericht Erlkönig Chevrolet Corvette C8 Chevrolet Corvette C8 Zora Mittelmotor-Sportler im Vergleich zum C7-Vorgänger
Allrad Volvo V60 Cross Country (2018) Volvo V60 Cross Country (2018) Neuer Schlechtwege-Kombi Rezvani Tank SUV Rezvani Tank SUV Panzer mit 707 PS
Oldtimer & Youngtimer 50 Jahre Opel GT Hockenheimring 50 Jahre Opel GT Grand Tour mit Röhrl und 75 GT VW Käfer 1302 LS Cabriolet, Frontansicht Top 10 Ranking H-Kennzeichen Die Oldtimer-Charts 2018