Spirit of Amarok 2018

VW mit neuem Pickup-Wettbewerb in Afrika

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VW veranstaltete in Südafrika einen internationalen Offroadwettbewerb, an dem Teams aus zehn Ländern teilnahmen. Die vier deutschen Starter schlugen sich wacker, der Gewinn ging jedoch an eine andere Nation.

Das hatten sich die Teilnehmer ein bisschen anders vorgestellt. Um Mitternacht hatte es zu regnen begonnen und seitdem nicht mehr aufgehört. Am Morgen des letzten Wettkampftages fällt schwerer Landregen auf die aufgereihte Armada von Amaroks, die Temperatur von acht Grad drückt zusätzlich auf die Laune. In den Tagen zuvor hatte sich Südafrika im Frühlings-Oktober von seiner besten Seite gezeigt, Stimmung und Temperaturen gingen steil. Doch jetzt am letzten Wettkampftag verzögert sich die Abfahrt des Starterfelds, die Organisation muss einzelne Sektionen der Tageswertung auf ihre Fahrbarkeit checken, der Dauerregen hat einige Offroad-Passagen in seifenglatte Rutschbahnen verwandelt.

Dabei geht es für die deutschen Teams durchaus noch ums Ganze: Sebastian Orgis und Martin Straßburger aus Stuttgart sowie Attila Burk und Mischa Hageloch aus Leipzig sind die Kandidaten, die sich beim diesjährigen „Spirit of Amarok“ mit Teams aus aller Welt messen. Sie haben noch gute Chancen, in die vorderen Reihen der Wertung zu fahren, konkurrieren mit 18 anderen Teams aus weiteren neun Nationen.

Spirit of Amarok 2018 SŸdafrika Foto: Stephan Lindloff
Sebastian Orgis und Martin Straßburger aus Stuttgart sowie Attila Burk und Mischa Hageloch aus Leipzig waren die deutschen Teilnehmer.

Spirit of Amarok 2018

Spirit of Amarok – das ist für deutsche Offroadfans noch ein relativ unbekanntes Thema. Gegründet als „Spirit of Africa“ und maßgeblich durchgeführt von der südafrikanischen Rallye-Legende Sarel van der Merwe war der Wettbewerb ursprünglich eine rein südafrikanische Veranstaltung. Nachdem Volkswagen Südafrika als Hauptsponsor ins Boot kam, wurde man irgendwann auch im Stammhaus in Hannover hellhörig – das dank der von VW gestellten Wettbewerbsfahrzeuge inzwischen zur „Spirit of Amarok“ umgetaufte Event sollte international werden. Erstmals traten deshalb 2018 gleich zehn Nationen aus Europa, Asien, Australien und Afrika an, wo sich zuvor die Landesteams in Ausscheidungswettbewerben durchsetzen mussten. Rund 4.000 Bewerber gab es für die deutschen Veranstaltungen.

Und nun also: Regen in Südafrika. Doch inzwischen sind die Scouts zurück, berichten den Teilnehmern. Zwei sehr schnelle Etappen müssen aus der Tageswertung genommen werden, zu gefährlich auf dem eisglatten Untergrund. Doch der Rest kann gewertet werden, Abfahrt. Der Konvoi setzt sich in Bewegung, wenige Minuten später ist bereits das heutige Wettkampfgelände erreicht. Wie in den Vortagen stehen mehrere Tageswertungen auf dem Programm, die unterschiedliche Ansprüche stellen. Geschicklichkeitstests wechseln mit Team-Spirit-Herausforderungen, schnelle Rallye-Etappen mit schwerem Geländeeinsatz im Trial-Stil.

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Wettbewerb in Südafrika

Die Chancengleichheit beim Material – alle Teilnehmer starten auf aktuellen, identisch ausgestatteten VW Amarok V6 – ist bei einem Detail jedoch nicht ganz so gewährleistet: In Südafrika herrscht Linksverkehr, die Amaroks sind dementsprechend Rechtslenker. Für die Teams aus dem südlichen Afrika und aus Australien ein Heimspiel, die „Linkslenker“ fremdeln dagegen ein bisschen. Dazu muss man wissen, dass bei praktisch jedem Fahrwettbewerb auch Begrenzungsstangen wie beim Trial zum Einsatz kommen, diese werden je nach Aufgabe ziemlich sportlich gesteckt. Bei voller Attacke mit links und rechts zehn Zentimeter Platz an den Außenspiegeln durchaus ein Handicap für jemand, der zum ersten Mal ein Auto auf der rechten Seite pilotiert.

Bei den Geländewettbewerben wird auch deutlich, warum die in Südafrika „Bakkie“ genannten Pickups zum ganz normalen Alltag gehören. Kilometerlange Pisten in zum Teil herausforderndem Zustand, aber auch zerklüftetes Gelände und knifflige Felskletterei müssen die Autos überstehen, gleichzeitig jedoch die gewaltigen Distanzen im Land möglichst komfortabel überbrücken – von der Metropole Kapstadt bis zum heurigen „Spirit of Amarok“-Camp nahe Mbombela ist man beispielsweise fast 1.800 Kilometer unterwegs.

Das wahre Pickup-Land

Dass der Amarok mit seinem gut abgestimmten Fahrwerk und dem ausgesprochen vergnüglichen Dreiliter-V6 hierfür eine richtig gute Wahl ist, zeigt er bei der Veranstaltung erneut. Nicht nur die ausgezeichnete Pistentauglichkeit, auch der für schnelle Überholmanöver hellwache, ansonsten aber nur gemütlich vor sich hinbummelnde Kraftmotor wirken extrem stressmindernd, erst recht in Verbindung mit dem Ausblick aus der Kabine. Kurz vor Beginn der Sommer-Regensaison scheint die Natur ihre Muskeln zu dehnen und sich auf die kommenden Wochen vorzubereiten, gerade hat die nur zwei Wochen dauernde Jacaranda-Saison begonnen und bemalt die Landschaft mit den leuchtend violett blühenden Bäumen.

Für die Wettkämpfer ist die eigentliche Teilnahme an der Spirit of Amarok in direkter Nachbarschaft des legendären Krüger Nationalparks bereits der Hauptgewinn, denn auf die Sieger wartet in erster Linie Ruhm und Ehre, besondere Geld- oder Sachpreise werden nicht vergeben. Zudem dürfen die Gewinner nicht mehr zu einer Nachfolgeveranstaltung antreten, um nachfolgenden Amateurteams Chancengleichheit zu gewähren. Dass am Tag nach der fröhlich gefeierten Siegerehrung (die Plätze 1-3 gingen an Südafrika, Australien und Botswana, Deutschland belegte den sechsten Platz) ein Abschlussausflug durch den riesigen Nationalpark gefahren wurde, war speziell für die europäischen Teilnehmer noch ein Extra-Bonus.

Spirit of Amarok 2018 SŸdafrika Foto: Stephan Lindloff
Auf den Pisten durch den Krüger Nationalpark darf man sich auf Wildwechsel im XL-Format gefasst machen.

Neue Ausschreibung startet im Februar

VW will auch 2019 wieder den Spirit of Amarok-Wettbewerb durchführen. Welche Länder teilnehmen werden, steht derzeit noch nicht fest. Eine Bewerbung für die deutschen Ausscheidungen wird unter der Adresse www.spirit-of-amarok.de möglich sein, Beginn der Bewerbungsfrist ist voraussichtlich Februar 2019.

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