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Tiefgreifende Änderungen in der Organisation

Foto: VW

Im Zuge der VW-Sanierung haben Vorstand und Gesamtbetriebsrat tief greifende Veränderungen in der Arbeitsorganisation der ertragsschwachen Traditionsmarke vereinbart. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung wurde nach VW-Angaben am Montag (24.7.) in Wolfsburg unterzeichnet. Dabei geht es um effizientere Arbeitsabläufe und Prozesse sowie die verstärkte Zusammenarbeit von einzelnen Bereichen.

VW-Personalvorstand Horst Neumann sprach von einem "wichtigen Baustein" bei der Restrukturierung der Marke Volkswagen. VW werde "schneller und effizienter". Laut VW öffnet die Vereinbarung vom 1. August an in einem ersten Schritt den Weg für ein neues, einheitliches Produktionssystem für die deutschen Standorte der Marke. Das System setze den Standorten verbindliche Ziele, Standards und Methoden, ermögliche aber auch Anpassungen an örtliche Gegebenheiten, hieß es.

Verfolgt werden VW zufolge unter anderem Kennzahlen zu Prozessen, etwa Zeit für Arbeitsschritte und Produkte, sowie zur Kundenzufriedenheit. Abläufe und Strukturen sollen ständig geprüft und verbessert werden.

VW-Markenchef Wolfgang Bernhard sagte, der Autobauer habe die Chance, mit der Vereinbarung die Qualität zu erhöhen, die Produktivität zu steigern und für mehr Zufriedenheit bei Mitarbeitern und Kunden zu sorgen. "Verschwendung" solle vermieden werden. In einer besseren Arbeitsorganisation lägen "erhebliche Potenziale".

Jobabbau auf freiwilligem Weg

Der Geschäftsführer des VW-Gesamt- und Konzernbetriebsrats, Michael Riffel, sagte, die Marke Volkswagen solle "dauerhaft" qualitativ, innovativ und wirtschaftlich aufgestellt, die Arbeitsbedingungen verbessert werden. "Das ist die Voraussetzung für eine gestärkte Wettbewerbsfähigkeit und die langfristige Sicherung von Beschäftigung auf hohem Niveau."

Betriebsrat sowie die Gewerkschaft IG Metall hatten in der Vergangenheit wiederholt auf gravierende Mängel bei Arbeitsabläufen aufmerksam gemacht und ihre Beseitigung gefordert.

VW will mit massiven Kostensenkungen, neuen Modellen und Stellenabbau die Probleme der Traditionsmarke angehen, die 2005 nur knapp den roten Zahlen entronnen war. VW hatte mindestens 20.000 Jobs auf den Prüfstand gestellt. Sie sollen hauptsächlich auf freiwilligem Weg - etwa über Aufhebungsverträge und Altersteilzeit - abgebaut werden.

Zudem will die VW-Führung zur 35-Stunden-Woche zurückkehren. Die IG Metall lehnt dies bisher ab. Gewerkschaft und VW-Management wollen Anfang September Gespräche über mögliche Änderungen am Tarifvertrag führen.

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