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VW vervielfacht Gewinn : Schlussquartal wird schwächer ausfallen

VW vervielfacht Gewinn Schlussquartal wird schwächer ausfallen

Europas größter Autobauer Volkswagen hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres seinen Gewinn mehr als versechsfacht, zugleich aber die Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf gedämpft. Von Januar bis September fuhr der Konzern ein Ergebnis nach Steuern von gut vier Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Freitag (22.10.) mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum hatte der Nachsteuer-Gewinn beim drittgrößten Auto-Produzenten der Welt krisenbedingt nur 655 Millionen Euro betragen.

Viertes Quartal wird schwächer

Auch beim Umsatz verbuchten die Wolfsburger ein dickes Plus. Die Erlöse stiegen während der ersten drei Quartale um beinahe ein Fünftel auf 92,5 Milliarden Euro. Volkswagen wies jedoch darauf hin, dass das Geschäft im letzten Vierteljahr nicht mehr so stark verlaufen werde. Insgesamt seien für 2010 dennoch deutliche Zuwächse möglich - sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis.
 
Das operative Ergebnis erreichte seit Jahresbeginn etwa 4,8 Milliarden Euro. In der Vorjahresperiode war es mit rund 1,5 Milliarden Euro noch weniger als ein Drittel dieser Summe. Die vollständigen Quartalszahlen will Volkswagen am kommenden Mittwoch (27. Oktober) vorlegen.
 
Am Aktienmarkt wurden die vorläufigen Daten und Einschätzungen des Konzerns zum vierten Quartal allerdings mit Ernüchterung aufgenommen. Die VW-Vorzugsaktie gab nach der Mitteilung den Großteil ihrer zuvor eingefahrenen Gewinne ab.

Größter Autobauer vielleicht schon ab 2015

Vergangene Woche hatte VW bekanntgegeben, erstmals nach neun Monaten die Marke von fünf Millionen ausgelieferten Fahrzeugen geknackt zu haben. Mit insgesamt 5,4 Millionen verkauften Autos gelang dem Konzern ein Verbesserung um 12,7 Prozent. Vertriebsvorstand Christian Klingler zeigte sich "sehr zufrieden mit dieser Entwicklung".
 
Obwohl nach der Übernahmeschlacht mit Porsche der Zeitplan für die Integration der Sportwagen-Schmiede wegen offener juristischer Fragen noch nicht abschließend geklärt ist, hält VW an seinem ehrgeizigen Ziel fest, bis spätestens 2018 zum Branchenprimus zu werden. Nach Medienberichten könnte der Konzern möglicherweise auch schon 2015 General Motors und Toyota überholen und zehn Millionen Autos pro Jahr bauen. Während die Wachstumsaussichten vor allem in China und Indien sehr gut sind, gilt der US-Markt weiterhin als schwierig.

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