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Weniger Investitionen, Neumann geht

Foto: VW

Update ++ Europas größter Autohersteller Volkswagen fährt seine Investitionen deutlich zurück und verschärft damit seinen Sparkurs. Im Kernbereich Automobile senkt der Konzern in den nächsten beiden Jahren seine Sachinvestitionen um sechs Prozent auf 11,8 Milliarden Euro, wie VW nach einer Aufsichtsratssitzung am Freitag (12.11.) in Wolfsburg mitteilte.

Auch im wichtigsten Auslandsmarkt China, auf dem VW zuletzt Absatzprobleme hatte, kürzt der Konzern seine Investitionen. Der VW-Konzerngewinn war in den ersten neun Monaten eingebrochen.

Der Aufsichtsrat stimmte zudem der Verpflichtung des früheren Daimler-Chrysler-Vorstandes Wolfgang Bernhard zu. Bernhard, der als Sanierer gilt, soll als Konzernvorstand die Marke Volkswagen auf Vordermann bringen. Dagegen scheidet der bisher unter anderem für Strategie zuständige Jens Neumann "im gegenseitigen Einvernehmen" zum Jahresende aus dem VW-Vorstand aus. Sein Bereich entfällt ersatzlos, seine Aufgaben werden auf andere Vorstandsmitglieder verteilt.

Zwei- statt Fünf-Jahres-Plan

Der Aufsichtsrat beschloss ferner, die bisherige Fünf-Jahres-Investitionsplanung auf eine Zwei-Jahres-Planung umzustellen. Damit werde die Genauigkeit erhöht, sagte ein VW-Sprecher. 2005 und 2006 will der VW-Konzern im Bereich Automobile insgesamt 16,3 Milliarden Euro investieren. Dies sei gegenüber der bisherigen Planung eine weitere Reduzierung. Eine genaue Vergleichszahl wurde nicht genannt.

Der Löwenanteil der Investitions-Summe entfällt auf die Sachinvestitionen im Automobil-Bereich, die 2005 und 2006 um sechs Prozent auf 11,8 Milliarden Euro gekürzt werden. Rund 7,7 Milliarden Euro steckt VW 2005 und 2006 nach eigenen Angaben in die "Modernisierung und Erweiterung der Produktpalette". Auf den Markt kommen demnächst etwa der neue Passat und der neue Jetta.

In China will VW zusammen mit seinen Joint-Venture-Partnern in den nächsten beiden Jahren insgesamt 2,1 Milliarden Euro investieren - dies sind 22 Prozent weniger als bisher geplant. VW verkaufte in China zuletzt deutlich weniger Autos. Der Konkurrenzkampf der Autohersteller hat sich dort deutlich verschärft. Mit der Kürzung der Investitionen wolle VW in China Überkapazitäten verhindern, hieß es.

Invetitionsquote bleibt wettbewerbsfähig

Die Investitionsquote des VW-Konzerns soll sich 2005 und 2006 "nachhaltig" auf unter 7 Prozent belaufen und damit auf einem "wettbewerbsfähigen Niveau" liegen, hieß es. Dabei kämen vor allem die verstärkten Anstrengungen von VW zur "Optimierung der Einmalaufwendungen" im Rahmen des Sparprogramms "ForMotion" zum Ausdruck", hieß es. Mit Programm will Volkswagen 2004 und 2005 insgesamt rund vier Milliarden Euro einsparen.

Der frühere Daimler-Chrysler-Vorstand Bernhard wird zum 1. Februar 2005 zunächst VW-Vorstand ohne Geschäftsbereich. Spätestens Anfang 2006 soll er dann die Führung der Marke Volkswagen übernehmen, zu der unter anderem der Golf und der Passat zählt. Die Markengruppe schrieb zuletzt operativ Verluste.

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