VW will neues Tarifgefüge

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Der Autobauer Volkswagen strebt eine grundlegende Reform seines Tarifsystems an. Ein VW-Sprecher sagte am Montag (20.1.) in Wolfsburg, VW-Personalvorstand Horst Neumann wolle den bestehenden "Flickenteppich" mit verschiedenen Tarifverträgen beseitigen und ein neues Tarifgefüge schaffen.

Falls die IG Metall dazu bereit sei, seien bereits 2008 Verhandlungen über einen neuen Haustarif bei Volkswagen möglich.

Im Zuge der Verhandlungen könne auch über eine Angleichung der Tarifverträge für die Tochter Auto 5000 an den Haustarif gesprochen werden, sagte der Sprecher. IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine hatte erst am vergangenen Freitag eine Angleichung der Bezahlung der Auto 5000-Beschäftigten an den Haustarif gefordert. Das Tarif-Modell Auto 5000 war im August 2001 als Projekt zur Einstellung von Langzeitarbeitslosen vereinbart worden.

Eine Fülle von Haustarifen

Generell gibt es bei Volkswagen derzeit eine Fülle von nebeneinanderstehenden Tarifverträgen, unter anderem den so genannten Haustarif I für altgediente Beschäftigte und den Haustarif II für neu eingestellte Beschäftigte, darüber hinaus für zahlreiche Tochtergesellschaften wie die Auto 5000.

2008 übernehmen die sechs westdeutschen VW-Werke mit rund 90.000 Beschäftigten die im vergangenen Jahr im Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie ausgehandelten Einkommenserhöhungen von 4,1 Prozent. Dies sah der im Herbst 2006 abgeschlossene VW-Haustarifvertrag vor.

Im Herbst 2006 hatten sich Volkswagen und die IG Metall nach schwierigen Verhandlungen auf wichtige Schritte zur Sanierung der ertragsschwachen Traditionsmarke VW geeinigt. Im Kern hatte die IG Metall deutlich längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich zugestimmt und damit die Abkehr von der Vier-Tage-Woche besiegelt. Im Gegenzug gab VW verbindliche Zusagen für die langfristige Zukunft der sechs westdeutschen Werke. Mit dem Tarifabschluss konnte VW seine Arbeitskosten deutlich senken.

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