VW wollte Daimler-Chrysler-Beteiligung

Update ++ Volkswagen hat in den vergangenen Jahren aus Sorge vor einer Übernahme durch Finanzinvestoren dem Stuttgarter Wettbewerber Daimler-Chrysler mehrfach eine Beteiligung am VW-Konzern angeboten.

"Volkswagen hat in den vergangenen Jahren das Thema mehrfach auf den Tisch gebracht", sagte ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns am Freitag (30.9.) in Stuttgart. Es habe aber zu keinem Ergebnis geführt. Damit reagierte Daimler-Chrysler auf einen Bericht des Magazins "Focus", bei Volkswagen habe neben Porsche auch Daimler-Chrysler einsteigen wollen. Ein VW-Sprecher wollte dazu keine Stellung nehmen.

Am Sonntag hatte der Sportwagenbauer Porsche bekannt gegeben, dass er sich mit 20 Prozent am Volkswagenkonzern beteiligen will. Inzwischen hat Porsche schon über zehn Prozent der VW-Aktien im Besitz. Insgesamt wird der Einstieg bei VW die Schwaben etwa drei Milliarden Euro kosten. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte den Coup strategisch begründet. Volkswagen werde vor einer möglichen feindlichen Übernahme geschützt, Porsche stabilisiere gleichzeitig sein eigenes Geschäftsmodell.

"Focus" berichtete weiter, dass Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp an der Idee eines Einstiegs bei VW Gefallen gefunden habe, die endgültige Entscheidung aber seinem designierten Nachfolger Dieter Zetsche überlassen wollte. Dazu hörte man am Freitag hingegen bei Daimler-Chrysler, Schrempp habe Bedenken gegen eine VW-Beteiligung gehabt und dieses Thema schließlich nicht weiterverfolgt.

In der Vergangenheit gab es zwischen den Konzernspitzen von VW und Daimler-Chrysler mehrfach Gespräche über mögliche Kooperationen. Bei diesen Gelegenheiten habe VW den Punkt einer Beteiligung auf die Tagesordnung gebracht, berichtet Daimler-Chrysler. Ob erst kürzlich über dieses Thema noch gesprochen worden sei, wollte der Konzern nicht sagen. Der Daimler-Chrysler-Sprecher bestätigte, dass derzeit Gespräche mit Volkswagen zu einzelnen Projekten stattfinden. Diese betreffen zum Beispiel Transporter und Minivans. Über den Inhalt der Gespräche gab Daimler-Chrysler keine Auskunft.

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