Die neue Zukunfts-Strategie von VW

Erst Verbrenner-SUV, dann Elektroautos

VW Touareg Foto: Christian Schulte 26 Bilder

Mit der jetzt verkündeten Strategie 2025+ will VW seine Kernmarke sanieren. Zuerst soll mit konventionellen SUV Geld verdient werden, um anschließend zum Elektroauto-Weltmarktführer aufzusteigen.

Für die Neuausrichtung der Marke VW hat sich die Mannschaft um VW-Markenchef Herbert Diess einen Drei-Schritte-Plan zurechtgelegt. In Phase 1 gehe es bis zum Jahr 2020 um die Restrukturierung des Kerngeschäfts und einen grundlegenden Umbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sprich: VW muss wieder ordentlich Geld verdienen. Das sollen vor allem Volumenmodelle mit konventionellen Verbrennermotoren in die Kassen spielen. Besonders für den lang ersehnten Erfolg auf dem US-Markt setzen die Wolfsburger auf SUV-Modelle und neue Limousinen, die VW endlich von Nischen- zum Volumenanbieter machen sollen. Den Start macht 2017 der Atlas, der Nachfolger des CC rollt wenig später auf den Markt. Ab 2021 sollen dann erste lokal gefertigte Elektroautos auf Basis des Elektrobaukastens (MEB) folgen.

Zudem will VW sein Modellangebot weiter ausdünnen und volumen- und ertragsschwache Versionen streichen. Wegfallen könnten Modelle wie der Scirocco, der Beetle oder der Sharan sowie die dreitürigen Versionen von Polo und Golf. Davon erhofft sich VW Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro, die dann ebenfalls in die Elektroautooffensive gesteckt werden sollen.

Weltmarktführer bei den E-Autos und Billigauto

Sollte Phase 1 genug Geld in die Kasse spülen, will VW bis 2025 den Sprung an die Spitze der Elektromobilität schaffen und eine Million Elektroautos pro Jahr verkaufen, bis bis zum Jahr 2030 sieht man sich in der Führungsrolle in der neuen Welt der Automobilität.

Als weitere Ertragsquelle sollen die digitalen Dienste rund ums Auto erschlossen werden. Den eigenen Jahresumsatz mit Diensten und Services rund um das vernetzte Fahrzeug veranschlagt Volkswagen bis 2025 auf rund eine Milliarde Euro und erwartet daraus einen spürbaren Ergebnisbeitrag.

Die Marktführerschaft in China sollen weitere SUV-Modelle und möglichst schnell nachgeschobene Elektroautos sichern. Und dann will VW endlich das Thema Billig-Auto angehen. Das Budget Car, das sich laut Diess bereits in der Entwicklung befindet, soll in China sowie in anderen großen Märkten wie Indien, Südamerika oder Russland angeboten werden.

Rendite soll steigen, Arbeitsplätze fallen weg

Für 2016 werden von VW zwei Prozent operative Rendite erwartet. 2020 soll der Wert auf vier Prozent steigen, bis 2025 auf sechs Prozent. Der Sparkurs bei VW geht aber auch zu Lasten der Belegschaft. Im gerade geschlossenen Zukunftspakt, der bis zum Jahr 2020 zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von 3,7 Milliarden Euro jährlich führen soll, wurde der weltweite Abbau von 30.000 Stellen vereinbart.

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