Neuartiges Konzept von Jaguar Land Rover

Energieeffizienz dank Luftblase

Range Rover Evoque Fünftürer, Einstiegsleiste Foto: Land Rover 4 Bilder

Jaguar Land Rover forscht derzeit an einer effizienteren Klimatisierung von Fahrzeugen. Die Atemluft in den Autos soll dank Filtern und einer Luftblase eine bessere Qualität haben als außerhalb.

Was die Briten da gerade auf der Fachmesse Cenex Low Carbon Vehicle präsentieren klingt schon abgefahren. Anstatt die Temperatur der einströmenden Luft zu regulieren, sollen künftige Klimaanlagen eine konstante Luftblase im Fahrzeuginneren einmalig erwärmen oder kühlen. Dabei wird die Luft durch spezielle Filteranlagen im Kofferraum geleitet, die Schmutz, Feuchtigkeit und CO2 entziehen. Laut Jaguar Land Rover soll die Luftqualität damit im Inneren des jeweiligen Fahrzeugs besser sein, als draußen.

Die Bemühungen der energetischen Effizienzsteigerung beginnen allerdings schon früher. Die Sonneneinstrahlung soll die Fahrzeuge schon gar nicht derart aufheizen, als dass ein starkes Herunterkühlen notwendig würde. Dafür wird ein spezielles Thermoglas genutzt, das Infrarot-Wellen reflektiert.

Jaguar Land Rover forscht am Warmluftmantel

Nun möchte man es ja aber nicht immer nur kalt haben im Auto, sondern manchmal auch warm. Im Winter zum Beispiel. Auch dafür hat Jaguar Land Rover etwas ausgetüftelt. Flache Infrarot-Heizpanele sollen direkt in die Sonnenblenden, Türverkleidungen, Sitzflächen und Amaturen verbaut werden. Die Wärmestrahlung dieser Panele hüllt die Fahrzeuginsassen in einen individuellen Warmluftmantel und erzeugt so pro Sitz ein eigenes Mikroklima. Das Aufheizen des gesamten Innenraums wäre dann nicht mehr nötig.

Weiterhin soll künftig drastisch Gewicht eingespart werden, um auch damit die Energieeffizienz zu steigern. Konventionelle Kabelbäume etwa sollen durch hauchdünne, gedruckte Schaltkreise ersetzt werden, wie sie beispielsweise bei gewölbten Flachbildfernsehern zum Einsatz kommen. Auch pflanzliche Materialien sollen Verwendung finden. So wird in einem Projekt mit dem Namen "Cabrio" die Kombination von Kohlefasern mit Flachs, Harz und Cashewnuss-Öl untersucht. Gegenüber reiner Kohlefaser-Bauweise sei diese Variante kostengünstiger und reduziere sowohl den Geräuschpegel, als auch Vibrationen. Durch den niedrigeren Preis kann der Werkstoff in mehr Bereichen des Fahrzeugs verbaut werden und damit beim Abspecken helfen.

Elektromobilität und Hybrid-Technologie

All diese Forschungsprojekte stehen vor dem Hintergrund der (teil)elektrifizierten Fortbewegung. Deren Problem ist aktuell häufig die Reichweite. Durch eine effizientere Nutzung der bordeigenen Systeme will man bei Jaguar Land Rover mehr Akku-Kapazität für die Fahrt an sich verfügbar machen. Unter dem Titel "Concept_e" hat der Konzern zudem einen modularen Elektroantrieb entwickelt, der einen Ausblick auf die künftige Marschrichtung der Briten geben soll.

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