Die Autos der US-Motorsportlegende

Die sportliche Garage von Mario Andretti

Ferrari Daytona, Mario Andretti Foto: auto motor und sport 9 Bilder

Die US-Motorsportlegende hat viele Autos und Motorräder in der Garage – immer neueste Modelle. Sein größter Fehler: die eigenen Rennautos nicht gesammelt zu haben.

Wie viele Autos haben Sie derzeit?

Sechs: einen Lamborghini Aventador, eine Corvette C06, Jaguar XJ, Mini Cooper, einen Lincoln Navigator SUV und einen Ford Bronco, der meinem Vater gehörte.

Macht Ihnen das Fahren auf der Straße Spaß?

Ich liebe Autofahren und schätze gute Autos. Mich fasziniert moderne Technologie. Deshalb habe ich auch immer junge Autos und kann mit Oldtimern nichts anfangen.

Gab es nie ein Auto, das sich von den anderen abhob?

Doch. Das war mein erster Ferrari Daytona von 1972. Es war ein unglaubliches Auto. Als ich ihn verkauft habe, hätte sich meine Frau beinahe von mir scheiden lassen, so sehr liebte sie das Auto. Aber ich wollte den Daytona gegen einen Dino eintauschen, weil der den Motor hinten hatte.

Erinnern Sie sich an Ihr erstes Auto?

Das war das erste Auto, das sich mein Vater in den USA leisten konnte, ein Chevy von 1957. Später haben mein Zwillingsbruder Aldo und ich uns den Chevy geteilt und uns damit auf den Straßen Rennen geliefert.

Und wie steht es mit Motorrädern?

Ich habe eine Honda 1000 RR, aber auch welche von Yamaha, Suzuki und Kawasaki.

Haben Sie auch Ihre Rennautos gesammelt?

Nur einen einzigen. Das IndyCar-Auto, das ich bei meinem letzten Rennen 1994 in Laguna Seca gefahren bin. Das war der größte Fehler meines Lebens: Ich hätte jedes Rennauto haben können, das ich gefahren bin, aber ich habe mich nicht darum gekümmert. Nach meinem ersten Formel-1-Sieg 1971 in Südafrika war ich bei Ferrari in der Fabrik. Herr Ferrari wollte mich für 1972 verpflichten. Ich war an den Straßenautos interessiert, die Ferrari speziell für den amerikanischen Markt gebaut hat. Da sah ich einen halb fertigen Daytona. Den wollte ich. Er meinte, das ginge nicht, weil bei den Straßenautos Fiat zuständig sei und er nicht einfach so ein Auto verschenken könne. Stattdessen bot er mir mein Siegerauto von Kyalami an. Ich bestand auf dem Daytona und habe ihm 10.000 Dollar dafür geboten. Am nächsten Tag kam er und sagte: Fiat hat akzeptiert, für 10.000 Dollar kriegst du es. Sehen Sie es so: Erst am Ende meiner Karriere wurde ich schlau und habe mir mein Rennauto besorgt.

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