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450 Jobs weg

Foto: Webasto

Der Autozulieferer Webasto streicht angesichts seiner Probleme im Geschäft mit Schiebedächern bis Ende 2007 mehrere hundert Arbeitsplätze. Weltweit seien von dem verschärften Sparkurs rund 450 Mitarbeiter im nichtgewerblichen Bereich betroffen, davon 280 in Deutschland, sagte Webasto-Chef Franz-Josef Kortüm am Donnerstag (28.9.) in München.

Der Stellenabbau treffe voraussichtlich Beschäftigte wie Ingenieure sowie Mitarbeiter der Verwaltung. Im Wesentlichen würden die Einschnitte am Unternehmenssitz in Stockdorf vorgenommen. Auch Entlassungen schloss Kortüm nicht aus. Die Unternehmensleitung stehe mit dem Betriebsrat in Verhandlungen.

Grund seien die Schwierigkeiten im Geschäft mit Schiebedächern vor allem im amerikanischen Markt, die das Unternehmen voraussichtlich im Gesamtjahr erstmals in der Firmengeschichte in die Verlustzone drücken werden. Dagegen werde der Umsatz voraussichtlich um zehn Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zulegen, sagte Kortüm. 2005 hatte Webasto bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro noch einen Überschuss von 50,3 Millionen Euro verbucht. Etwa die Hälfte des Gewinns machte allerdings der Verkauf der Bus-Sparte aus. Webasto hatte bereits im Februar angekündigt, seinen Sparkurs zu verschärfen, bislang aber noch keine Details bekannt gegeben.

Im August dieses Jahres waren bei Webasto weltweit 6.240 Menschen beschäftigt. Als Grund für den Ergebniseinbruch nannte Kortüm die unerwartet hohen Entwicklungs- und Projektkosten. Vor allem habe das Unternehmen eine hohe Anzahl an Anläufen für Cabriolet-Dachsysteme zu meistern gehabt. In diesem Jahr liefere Webasto Cabrio-Dachsysteme für sechs neue Auto-Modelle, darunter für den VW Eos, Mazda MX 5, Ford Focus und Alpha Spider sowie für den Mitsubishi Colt CZC und den Volvo C70. Zudem habe das Unternehmen in den letzten drei Jahren über 300 Millionen Euro in dieser Sparte investiert. "Für ein Unternehmen unserer Größe ist das eine hohe Zahl", sagte Kortüm. Als weitere Gründe für die geplanten Einschnitte nannte Kortüm den hohe Preisdruck der Autoindustrie und die stark gestiegenen Energiekosten.

Die Konsolidierung werde nicht vor Ende 2008 abgeschlossen sein, sagte Kortüm. Pro Jahr will er rund 20 Millionen Euro ergebniswirksam einsparen. "Wir haben zwei harte Jahre vor uns." Auch für 2007 schloss Kortüm nicht aus, dass unter dem Strich ein Verlust verbucht werde.

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