Weber F1

Grüezi 400 km/h

Foto: Weber 19 Bilder

Vorbei ist es mit der Schweizer Neutralität - zumindest in Sachen Supersportwagen. Aus der Heimat vom Heidi, Toblerone und dem Bankgeheimnis kommt jetzt die Kunde vom schnellsten Supersportwagen der Welt - dem Weber F1 "Faster one".

Wie bei Uhren, Messern und Schokolade stützt sich auch der Weber F1 nur auf feinste Zutaten und höchste Präzison. Diese waren auch gefragt, gab das Entwicklungsziel doch eindeutig über 400 km/h Top-Speed vor.

900 PS fallen über vier Antriebsräder her

Ein Baustein zum Speed-Erfolg ist Leistung - davon stellt der Weber F1 900 PS bereit. Kraftquelle ist ein nach Euro 4 eingestufter 7,1-Liter-V8-Mittelmotor, der von zwei Kompressoren unter Druck gesetzt wird, ursprünglich aus der Corvette stammt, aber mit zahlreichen Spezialteilen aufgerüstet wurde. Bei einem Ladedruck von 1,0 bar erreicht das maximale Drehmoment 1.050 Nm.

Verteilt wird die Kraft über ein selbstentwickeltes, halbautomatisches, sequenzielles Sechsganggetriebe mit Schaltpaddel am Lenkrad. Optimale Traktion sichert der elektronisch gesteuerte Allradantrieb - ebenfalls eine Weber-Eigenentwicklung - der bis zu 36 Prozent des Kraftflusses auf die Vorderachse lenkt.

Aerodynamik statt Optik

Die zweite Komponente für das Highspeedziel ist die Aerodynamik. Hier ordnete Weber die Optik des Voll-Carbonkleides ganz klar der aerodynamischen Effizienz unter. Der 2,04 Meter breite, 4,50 Meter lange und 1,15 Meter hohe F1 sollte in erster Linie geschmeidig durch den Wind gleiten und dabei ausreichend Abtrieb produzieren. Helfen sollen dabei unter anderem der flache Unterboden mit integriertem Venturi-Kanal sowie der herausfahrbahre Heckspoiler, der gleichzeitig als Luftbremse dient.

Das Rückgrat des F1 bildet ein 65 Kilogramm leichter Gitterrohrrahmen aus Aluminium, der auf 10x20 Zoll-Felgen mit 285/25er Pneus vorn und 13x20 Zoll-Felgen mit 325/25er Reifen hinten rollt. Verzögert wird per Zwölfkolbenbremszangen, die rundum in 380er-Keramikbremsscheiben beißen. Auch ABS gehört zum Paket.

Im zweisitzigen Cockpit besteht dagegen absolute Wahlfreiheit. Ob Leder oder Sichtcarbon, Renntrimm oder Komfortausstattung - hier hat letztlich der Kunde das sagen, der den F1 ab Sommer zu Preisen ab 1,62 Millionen Franken zuzüglich Steuer erwerben kann.

Eine stolze Summe - der Gegenwert überzeugt aber zumindest von der Papierform: 100 km/h sollen aus dem Stand bereits nach 2,5 Sekunden erreicht werden können, die 200 km/h-Marke ist nach 6,6 Sekunden fällig, 300 km/h werden nach 16,2 Sekunden erreicht und die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 400 km/h liegen. Damit wäre der Supersportler aus Tobel im Kanton Thurgau durchaus ein ganz heiße Nummer und berechtigt den Beinamen "Faster one" zu tragen.

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