Wendelin Wiedeking

Ermittlungen gegen Ex-Porsche-Chef ziehen sich hin

Wiedeking Porträt Foto: dpa

Die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking nach der verlorenen Übernahmeschlacht mit VW ziehen sich hin. Wann die Ermittler ihre ursprünglich für Anfang des Jahres angekündigte Zwischenbilanz nun vorlegen wollen, stehe noch nicht fest, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Montag (14.2.).

Das Verfahren gestalte sich sehr aufwendig. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit August 2009 gegen Wiedeking wegen des Verdachts auf Marktmanipulation. Kurz zuvor war die Übernahme von VW durch Porsche gescheitert.

Schadenersatzklage in den USA

Porsche hatte sich mit schwer durchschaubaren Aktiengeschäften 2008 den Zugriff auf gut 74 Prozent der VW-Stammaktien gesichert und so einen Höhenflug der Papiere auf kurzzeitig über 1.000 Euro ausgelöst. Investoren, die auf fallende Kurse gewettet hatten, mussten wegen der knappen frei verfügbaren Aktien zum überhöhten Preis dazukaufen.

In den USA kämpft Porsche deshalb mit einer Schadenersatzklage in Milliardenhöhe. Investmentfonds machten ihren Schaden geltend und bezifferten diesen auf zwei Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro). Die Entscheidung über die Klage wird sich Informationen aus Branchenkreisen zufolge voraussichtlich noch Monate hinziehen. Die angepeilte Verschmelzung von Porsche und VW noch in diesem Jahr wird deshalb immer unwahrscheinlicher.

Mitte März wird über Porsche Cajun entschieden

Unabhängig davon will Porsche voraussichtlich Mitte März endgültig darüber entscheiden, wo der kleine Geländewagen Cajun gebaut wird. Das Werk Leipzig habe dabei sehr gute Chancen, sagte ein Unternehmenssprecher. Dort liefen auch erste Gespräche mit der Stadt über Bebauungspläne. Spatenstich könnte dann bereits in diesem Sommer sein.

Der kleine Bruder des Geländewagens Cayenne wird dem Vernehmen nach für rund 500 neue Arbeitsplätze bei Porsche sorgen. Insgesamt wollen die Stuttgarter dank neuer Fahrzeugprojekte einem Medienbericht zufolge bis 2018 rund 1.800 neue Jobs schaffen. Derzeit arbeiten gut 13.000 Menschen bei der Sportwagenschmiede.

Zur Startseite
Die neue Ausgabe als PDF
Tech & Zukunft Ford Hybrid Modelle Focus 2019 Fiesta und Focus mit 48-Volt-Netz Ford präsentiert neue Hybrid-Modelle 3/2019,Niu Elektroroller Elektroroller-Hersteller Niu Chinesen sind neuer Kooperationspartner von VW
SUV Ford Bronco Ford Bronco 2020 Retro-Geländewagen mit abnehmbaren Türen BMW X1 xDrive25Le Neuer BMW X1 xDrive25Le Plug-in-Hybrid mit 110 km E-Reichweite
Mittelklasse BMW i4 Erlkönig BMW i4 (2021) Elektro-4er sprintet in 4 Sekunden auf 100 Erlkönig Mercedes C-Klasse Neue Mercedes C-Klasse (W206) Erstes Video der 5. Generation ab 2021
Anzeige
Alle Automarken von A-Z
Markenbaum Sideteaser Erlkönige, Neuvorstellungen und Tests von allen Marken