Werksschließungen

Chrysler-Mitarbeiter stimmen zu

Die Chrysler-Mitarbeiter haben der Schließung und dem Verkauf mehrerer Zuliefererbetriebe zugestimmt. Die Einigung ist Teil des neuen vierjähirgen Tarifvertrags, der in einer Urabstimmung gebilligt wurde, wie die amerikanische Automobilarbeitergewerkschaft UAW am Freitag (26.9.) bekanntgab.

Chrysler kann nun ein Teilewerk in Huntsville (Alabama) an Siemens VDO verkaufen und einen Betrieb in New Castle (Indiana) an Metaldyne. Ein Betrieb in Syracuse (New York) wird nach Gewerkschaftsangaben ein Joint-Venture von Magna-Steyr. Ein Glaswerk in Detroit und eine Schmiede in Indianapolis werden geschlossen. In vier weiteren Betrieben würden gemeinsame Anstrengungen zur Qualitäts- und Produktivitätsverbesserung unternommen, erklärte die Gewerkschaft.

Die Werksschließungen und -verkäufe sind Teil der verschärften Sparanstrengungen der Chrysler Group, nachdem im zweiten Quartal ein Verlust von rund einer Milliarde Dollar entstanden war. Chrysler-Chef Dieter Zetsche will in diesem Jahr auf jeden Fall rote Zahlen vermeiden und strebt noch einen kleinen operativen Gewinn an.

Offiziell gab es von Chrysler zu den Plänen mit den eigenen Zulieferwerken noch keine Stellungnahme außer dem Satz eines Sprechers, dass man eine Menge Dinge in Erwägung ziehe, um das Unternehmen zu verbessern.

Der neue Vertrag sieht für Arbeiter zunächst eine einmalige Zahlung von 3000 Dollar vor. Im zweiten Jahr erhalten sie einen Leistungsbonus, im dritten Jahr eine Lohnerhöhung von zwei Prozent und im vierten Jahr drei Prozent Lohnzuschlag. Die Angestellten erhalten etwas andere Tariferhöhungen. Das Unternehmen zahlt die Krankenversicherung weiter voll. Die Pensionäre erhalten in jedem der vier Jahre einen Zuschlag von 800 Dollar.

Das Tarifabkommen gilt für mehr als 60.000 Arbeiter sowie 57.000 Betriebsrentner und 17.500 Hinterbliebene ehemaliger Chrysler-Mitarbeiter. Zetsche begrüßte die Annahme des Tarifabkommens. Es sei "fair und ausgeglichen" und biete einen Rahmen zur zukünftigen Wettbewerbsverbesserung.

Die Gewerkschaft UAW (United Auto Workers) hatte auch mit General Motors, Ford sowie den großen Automobilzulieferern Delphi und Visteon neue vierjährige Tarifverträge vereinbart. Die Tarifabkommen - einschließlich Chrysler - decken mehr als 300.000 amerikanische Autoarbeiter ab. Die Tarifverträge bei General Motors der Ford müssen noch in Urabstimmungen gebilligt werden.

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