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Hitliste der amerikanischsten Autos

Größter US-Anteil - Toyota Camry schlägt alle

Toyota Camry 2014 New York Auto Show Foto: Toyota 53 Bilder

Amerikaner sollen amerikanische Autos kaufen, fordert der neue US-Präsident Donald Trump. Wir haben nachgesehen, wie amerikanisch US-Modelle und Autos anderer Hersteller auf dem Automarkt USA wirklich sind.

20.01.2017 Uli Baumann 4 Kommentare

Dass Amerikaner amerikanische Autos kaufen sollen, ist im Grunde keine neue politische Forderung in den USA – neu ist nur die massive Androhung von Strafzöllen für nicht-amerikanische Modelle. Bereits seit 1994 müssen Autohersteller in den USA für Neuwagen angeben, wie hoch der Anteil der USA-Wertschöpfung ist. Im „American Automobile Labeling Act“ wurde festgelegt, dass zu jedem Neuwagen der Ort der Endmontage sowie die Herkunft von Motor und Getriebe genannt werden muss. Dokumentiert werden diese Angaben mit einem Aufkleber am Auto. Zudem gelistet werden alle Angaben in Prozent bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Die Herkunft von weiteren Zulieferteilen oder den Entwicklungsstandort fließen nicht in die Bewertung ein.

Die amerikanischsten aller in Amerika verkauften Modelle haben wir auf Basis der 2017er-Angaben in der Fotoshow zusammengeführt.

Toyota Camry ist das Ami-Auto

Der höchste Wert liegt bei 75 % und wird ausgerechnet für ein Modell eines japanischen Anbieters vergeben. Das amerikanischste aller US-Autos ist der Toyota Camry.

Das amerikanischste Auto aller US-Marken ist der Jeep Wrangler mit 73 %, wobei Jeep zu Fiat-Chrysler gehört und damit irgendwie italienisch ist. Der absolute US-Bestseller seit Jahren ist der Ford F-150 – der ist aber nur zu 70 % amerikanisch. Ein Chevrolet Silverado, immerhin auf Platz 2 der Bestseller 2016, kommt nur 38 %. Der Ram Pickup auf Rang 3 der Bestsellerliste ist nur zu 59 % amerikanisch.

Mercedes C-Klasse besonders amerikanisch

Der amerikanischsten aller amerikanischen Sportwagen – die Chevrolet Corvette – kommt nur auf 64 %. US-Ikonen wie der Ford Mustang und der Chevrolet Camaro haben sogar nur einen US-Antreil von 52 respektive 54 %.

Die Modelle deutscher Autobauer in den USA haben zum Teil überhaupt keinen US-Anteil bei der Wertschöpfung und dürften damit noch stärker in den Fokus des neuen US-Präsidenten Donald Trump rücken.

Den höchsten US-Anteil einer deutschen Automarke bietet die C-Klasse von Mercedes mit 72 %, gefolgt vom Mercedes GLE mit 65 %. Allerdings ist so ein hoher US-Anteil die Ausnahme. Alle anderen deutschen Automodelle, die in den USA angeboten werden, haben nur einen geringen bis gar keinen US-Anteil. Nach den beiden Mercedes-Modellen folgt der VW Passat mit nur noch 30 % US-Wertschöpfung.

Dahinter wird es ganz mau. Es folgen das in Mexiko gefertigte VW Beetle Cabrio (12 %), VW Jetta (11 %) und der VW Beetle (10 %). Alle anderen deutschen Modelle haben einen US-Anteil von unter 10 %. Die Audi-Modelle kommen nur auf 0 bis 1 % US-Wertschöpfung, keinen US-Anteil haben zahlreiche Mercedes-Modelle wie die B-Klasse, CLA, CLE, E-Klasse und S-Klasse sowie alle Porsche-Modelle.

BMW wird auf der 2017er-Liste noch nicht geführt, obwohl die Labeling Act Daten für 2017 bereits der NHTSA mitgeteilt worden sind, aber auch 2016 kam kein BMW-Modell über 5 %.

Die amerikanischsten aller in Amerika verkauften Modelle haben wir auf Basis der 2017er-Angaben in der Fotoshow zusammengeführt.

Marke und ModellUS-Anteil in %
Mercedes C-Klasse72
Mercedes GLE65
Mercedes GLS62
VW Passat30
VW Beetle Cabrio12
VW Jetta11
VW Beetle10
VW Beetle Dune9
VW Beetle8
VW Golf Kombi8
VW Golf7
Audi A31
Audi A41
Audi A51
Audi A61
Audi A71
Audi A8 L1
Audi Q31
Audi Q51
Audi Q71
Audi R81
Audi TT1
VW Golf R1
VW CC1
VW Tiguan1
VW Touareg1
Audi A3 / S30
Mercedes B-Klasse0
Mercedes C-Klasse Coupé0
Mercedes CLA0
Mercedes CLS0
Mercedes E-Klasse0
Mercedes G-Klasse0
Mercedes GLA0
Mercedes-AMG GT0
Mercedes S-Klasse0
Mercedes SLC0
Mercedes SL0
Smart Fortwo0
Porsche 9110
Porsche Boxster0
Porsche Cayman0
Porsche Macan0
Neuester Kommentar

Jetzt könnte man sich der Trump Administration anschließen und die Medien schelten, vermutlich ist es aber einfach ein Versehen.

Für Toyota und die anderen kann ich nicht sprechen, aber BMW in Greenville und Daimer in Tuscalosa hab ich selbst besucht und dort jeweils eindeutig erkennbar Endmontage, Karosseriefertigung, Lackiererei usw. vorgefunden und von den freundlichen Mädels und Jungs in den jeweiligen Visitors Centers gelernt, dass auch noch viele Zulieferungen aus der Region (Achsen, Sitze etc.) kommen.

Das passt so gar nicht zu den oben genannten Zahlen, (damals wurde die M-Klasse in Alabama bzw. der X5/X6 in South Carolina gebaut) oder liegt doch ein Fall von "alternative facts" vor ? Man liest immer die End-Montage ist besonders wertschöpfend, drum geht man ja wohl vor Ort. Mag ja sein, dass der Motor aus Europa kommt aber der dürfte keine 25% ausmachen, wo kommt der Rest her.

Vielleicht lasst ihr den Praktikanten das Excel-Sheet nochmal kontrollieren ....

martin_binser 23. Januar 2017, 18:17 Uhr
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