Winterreifenpreise unter Druck

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Wegen des warmen Wetters bleiben Reifenhändler derzeit auf ihren Winterreifen sitzen. „Die Lagerbestände sind um 30 Prozent höher als in den Vorjahren“, sagte Peter Hülzer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk, dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

In den Vorjahren seien die Lager zum Jahreswechsel nahezu geräumt gewesen.

Dabei hatte der Verband Ende vergangenen Jahres noch vor Engpässen gewarnt: Die Industrie produziere nicht genug Reifen, um die wegen der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung und der Änderung der Straßenverkehrsordnung höhere Nachfrage decken zu können, rügte Hülzer noch im November. 1,5 Millionen zusätzlich hergestellter Winterreifen seien nicht genug. Es kam anders. „Die Industrie hat nach unserer Warnung weiter für den Winter produziert, statt wie üblich auf Sommerreifen umzustellen“, sagte Hülzer der Zeitung. Nun seien die Läger übervoll, wie erste Stichproben bei Händlern ergeben hätten.

„Es wird deutlichen Druck auf die Preise geben“, prognostiziert Hülzer, in dessen Verband bundesweit 1.800 Händler mit 3.500 Filialen organisiert sind.

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