WM-Kampagne

VW & Siemens sauer

Foto: DFB

Der Autobauer Volkswagen und die Münchener Siemens AG drohen einem Pressebericht zufolge mit ihrem Ausstieg aus einer 20 Millionen Euro teuren Fußball-WM-Imagekampagne für den Standort Deutschland.

Grund sei die Uneinigkeit der drei beauftragten Werbeagenturen Scholz & Friends, Zum Goldenen Hirschen und Lowe, berichtet die "Financial Times Deutschland" in ihrer Mittwochausgabe. Die Agenturen stritten derzeit um Inhalte und Kompetenzen.

In der vergangenen Woche sei der Eindruck entstanden, allein die "Land der Ideen"-Kampagne der Agentur Scholz & Friends, die sich an ausländische Investoren richte, würde umgesetzt. "Das war nicht vereinbart", zitiert die FTD den Siemens-Manager Dirk Miller. Für Siemens sei es daher nicht klar, ob sich der Konzern an der Kampagne beteiligen werde.

Kritik äußerte auch Volkswagen-Sprecher Stephan Grühsem. "Wir sind mit der Prämisse da hineingegangen, dass es in der Kampagne auch um Fußball geht. Das ist aktuell nicht gewährleistet", zitiert die Zeitung. Wenn das so bleibe, werde Volkswagen kein Geld ausgeben.

Die drei Werbeagenturen wurden von der Bundesregierung und vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mit der Erstellung einer WM-Imagekampagne für den Standort Deutschland beauftragt.

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