Zafira nach Polen

Opel-Werker gehen auf die Straße

Foto: dpa

Mehrere Tausend Beschäftigte der Adam Opel AG haben am Freitag (4.6.) in Rüsselsheim für eine bessere Auslastung im Stammwerk des Autobauers demonstriert.

Anlass ist die bevorstehende Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors (GM), einen neuen Auftrag für die Produktion des Kompakt-Vans Zafira zu vergeben, der bisher in Bochum hergestellt wird. In der Diskussion sind neben Rüsselsheim auch der polnische Standort Gliwice (Gleiwitz). Zu der Protestveranstaltung am Tor des Werksgeländes hatten Betriebsrat und IG Metall aufgerufen.

“In Gliwice müssten etwa 1.000 Beschäftigte neu eingestellt werden, während in Rüsselsheim weiterhin ein Personalüberhang besteht", sagte der Konzernbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Er forderte das Management auf, "eine rationale und keine politische Entscheidung zu
treffen".

Das neue Rüsselsheimer Werk ist derzeit nur teilweise ausgelastet, außerdem fehlen nach Angaben des Betriebsrats Folgeprojekte in der Entwicklung. Die Arbeitszeit in der Produktion wurde bereits auf 30 Stunden pro Woche abgesenkt, um 1.200 Jobs zu sichern. Noch offen ist auch, ob und wo das Oberklassen-Modell Insignia in Serie gebaut wird.

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