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ZDK-Autohändler-Umfrage

Euro 5-Diesel fast unverkäuflich

Diesel Fahrverbot Foto: auto motor und sport 99 Bilder

Euro-5-Autos sind nach einer Umfrage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) nur noch mit erheblichem Abschlag zu verkaufen.

22.03.2018 Holger Wittich

Nach Angaben von 1.817 Automobilhändlern aller Marken gaben ein Drittel der Befragten an „Euro 5-Diesel für den Verkauf zwischen 30 und 50 Prozent abwerten zu müssen“, so der ZDK. Ein weiteres Drittel sieht einen Nachlass zwischen 10 und 30 Prozent, 10,6 Prozent der Händler gaben an, Euro-5-Diesel derzeit gar nicht verkaufen zu können.

ZDK fordert Hardwareumrüstungen

Nach Meinung von 43 Prozent der Autohändler könne sich der Wert der Diesel-Fahrzeuge nach Euro 5 Abgasnorm noch mit einer Hardware-Nachrüstung stabilisieren. Hier fordert der ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn: „Bundesverkehrsminister Scheuer muss seinen ersten Ankündigungen, ernste Gespräche mit den Herstellern zu führen, jetzt schnell Taten folgen lassen. Wir brauchen dringend eine Nachrüst-Verordnung für ältere Diesel mit bereits erfolgreich erprobten Hardware-Systemen. Hersteller und Importeure sind moralisch in der Pflicht, sich an der Finanzierung der Hardware-Nachrüstung zu beteiligen.“

Blaue Plakette Interne VW-Analyse zu Diesel-Umrüstung Umrüstung für Golf, Passat und Co möglich

Auch bei den Fahrzeugen mit Euro 6-Dieselmotoren ist die Situation angespannt. 38,7 Prozent der befragten Händler gaben an, nur noch Modelle mit der neuesten Abgasnorm Euro 6d und Euro 6d-Temp verkaufen zu können. Für rund 37,2 Prozent der Händler sei ein Verkauf von Euro 6-Dieseln momentan kaum möglich.

Die Händler erwarten laut der Umfrage auch ein stärkeres Engagement der Autohersteller. Konkrete Unterstützungsmaßnahmen: 40,6 Prozent fordern eine verstärkte Beteiligung der Hersteller und Importeure am Restwert-Risiko insbesondere der Euro 5-Leasing-Rückläufer. Für 16,3 Prozent der Händler wäre ein Garantiepaket für den Kunden mit Rückgaberecht des Diesel-Fahrzeugs bei verhängten Fahrverboten eine mögliche Alternative.

Neuester Kommentar

Der Verbraucher wurde hier gleich mehrfach betrogen und muss jetzt zusätzliche Wertverluste tragen, während die Autohersteller ihre riesige Gewinne weiterhin einfahren und höchstens in den USA ein paar tausend Dollar an die geprellte Kundschaft zurück zahlen.
Es läuft derzeit eine Petition an den Deutschen Bundestag, um zumindest die zuständigen Politiker zu einer Reaktion zu zwingen. Diese Petition kann noch bis zum 17.4.2018 mitgezeichnet werden:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_02/_24/Petition_76937.nc.html

GregG. 4. April 2018, 23:26 Uhr
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