ZDK schreibt 2004 ab

Das Kfz-Gewerbe in Deutschland rechnet wegen der anhaltenden Konsumschwäche erst 2005 mit einer Trendwende. "In diesem Jahr bleibt das Autogeschäft hinter allen Erwartungen und Prognosen zurück", berichtete der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) am Donnerstag (9.9.) in Frankfurt.

Der Verband hatte bereits vor Wochen seine Prognose nach unten revidiert und rechnet 2004 nur noch mit rund 3,1 Millionen Neuwagen. Damit werde der Markt deutlich unter dem Vorjahresniveau von 3,24 Millionen Neuzulassungen liegen.

In diesem Jahr werden nach Schätzungen des Verbandes voraussichtlich 1.200 Autohäuser und Werkstätten Konkurs anmelden oder ihren Betrieb aufgeben. Die Zahl der 490.000 Beschäftigten werde um 8.000 sinken. "Es geht der Branche schlechter als vor drei Jahren", sagte der Präsident des Europäischen Kraftfahrzeuggewerbes, Jürgen Creutzig im Vorfeld der Messe Automechanika, die am kommenden Dienstag in Frankfurt eröffnet. "Der wichtigste Automarkt ist vom positiven Trend in Europa noch nicht erreicht worden." Derzeit zählt die Branche in Deutschland 42.500 Autohäuser und Werkstätten.

Das deutsche Kfz-Gewerbe könne 2004 seinen Umsatz mit rund 127 Milliarden Euro voraussichtlich stabil halten (Vorjahr: 125,2 Milliarden Euro). Mit einem starken Servicegeschäft und erfolgreichen Entwicklungen im Zubehörgeschäft trotze die Branche der allgemeinen Absatzflaute. Sorge bereite die Ertragslage vieler Betriebe. Nahezu die Hälfte schreibt nach ZDK-Angaben rote Zahlen. Viele Werkstätten litten unter der schlechten Zahlungsmoral. Der Preis einer Werkstattstunde sei im ersten Halbjahr um ein Prozent auf 61,60 Euro gestiegen.

Zur Startseite
Lesen Sie auch
Mehr zum Thema Neuwagen
Autozwillinge Teaser Mazda MX-5 Fiat 124 Abarth Morph
Verkehr
ISA Intelligent Speed Assistance Tempolimit
Politik & Wirtschaft
Audi e-tron 55 Quattro Advanced, Exterieur
Alternative Antriebe