Zetsche

Bekenntnis zu Deutschland

Foto: Daimler-Chrysler

Der Vorstandsvorsitzende des Automobilkonzerns Daimler-Chrysler, Dieter Zetsche, hat sich am Montagabend (15.1.) in Stuttgart mit Nachdruck zum Standort Deutschland bekannt.

Auf dem Neujahrsempfang der Stuttgarter SPD sagte der Daimler-Chef vor 800 Gästen: "Nur noch ein Sechstel unseres globalen Umsatzes ist in Deutschland, aber fast die Hälfte unserer weltweiten Arbeitsplätze sind in der Bundesrepublik." Auch bei den Sachinvestitionen würden 40 Prozent nach Deutschland fließen, bei den Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen sogar 60 Prozent.

Der Erfolg der Marke Mercedes mit einem Rekordabsatz von 1,15 Millionen Fahrzeugen 2006 liege an der erfolgreichen Globalisierungsstrategie des Konzerns, sagte Zetsche. Er fügte hinzu, hätte Daimler-Chrysler nicht weltweit neue Absatz- und Beschaffungsmärkte erschlossen, wäre der Konzern mit seinen Zulieferern längst "out of business".

An die Adresse der Globalisierungsgegner sagte der Daimler-Chrysler-Chef: "Wir sind nicht nur Getriebene oder gar Opfer der Globalisierung: Der Daimler-Chrysler-Konzern ist in erster Linie Nutznießer." Die Vorstellung, dass Investitionen im Ausland grundsätzlich zu Lasten heimischer Arbeitsplätze gingen, sei nicht zutreffend. Zetsche sagte: "Viele unserer globalen Aktivitäten sichern und schaffen Arbeitsplätze auch in Deutschland." Der Daimler-Chrysler-Chef fügte hinzu: "Wer nicht sämtliche Potenziale ausschöpft, die die Globalisierung bietet, der braucht im Grunde gar nicht erst anzutreten."

Zetsche sagte, als globaler Konzern sei Daimler-Chrysler mittlerweile zwar an vielen Orten der Welt zu Hause. Eine Marke  habe aber immer nur "eine Heimat". Die Heimat des Sterns und somit von Mercedes-Benz sei und bleibe Stuttgart. Aus demselben Grund werde die Heimat von Chrysler immer Detroit sein. Für Zetsche wäre es falsch, dass Erbgut der einen Marke auf eine andere übertragen zu wollen. Er sagte: "Jede Marke hat ihre unverwechselbare DNA." Jede Marke mache ein eigenes Identifikationsangebot und das mache sie im Wettbewerb stark.

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