Zetsche

Kooperation mit Jaguar und Land Rover denkbar

Foto: dpa

Daimler-Chef Dieter Zetsche hält es für möglich, künftig mit den Marken Jaguar und Land Rover zu kooperieren. Indirekt sei Daimler über seine Beteiligung an Tata nun auch mit sieben Prozent an den beiden britischen Premium-Marken beteiligt.

"Rein rechnerisch ist das korrekt. Und das sind Marken mit einem klangvollen Namen", sagte Zetsche gegenüber auto motor und sport. Zetsche kann sich vorstellen, beide Marken mit Komponenten zu beliefern, da nach der Übernahme beider Marken von Ford die Baukästen des amerikanischen Konzerns nicht mehr zur Verfügung stehen. "Wenn uns Ratan Tata ansprechen würde in Bezug auf zu liefernde Komponenten, wären wir offen für Gespräche", so Zetsche.

Weiter "stiller Teilhaber" bei Tata

Keine Pläne gibt es laut Zetsche, die Daimler-Beteiligung an Tata Motors in Höhe von sieben Prozent auszubauen. "Mit dem heutigen Anteil können wir gut leben. Wir haben ein exzellentes Verhältnis zu Tata. Deswegen übernimmt der Konzern auch das Lackieren unserer in Indien montierten Mercedes-Modelle. Natürlich liegen wir von den Produkten und Zielgruppen weit auseinander. Als Premiumhersteller werden wir auch in Entwicklungsländern nicht den Einstieg ins Volumensegment verfolgen. Momentan sind wir auch als quasi stiller Teilhaber zufrieden mit dieser Beteiligung."

Starke Hoffnung setzt Zetsche weiter auf den chinesischen Markt, der in den nächsten fünf Jahren noch erheblich an Bedeutung zulegen wird. "Heute ist der chinesische Markt die Nummer 10 in unserem weltweiten internen Ranking", so Zetsche. "In fünf Jahren würde ich ihn eher auf Nummer 3 sehen." 2007 hatte Daimler in China 27.900 Fahrzeuge abgesetzt. Entschieden wird in Kürze über den Standort des neuen Kleinwagenwerkes für die A- und B-Klasse in Osteuropa. Laut Zetsche fällt die Entscheidung noch im Mai oder im Juni. "Wir werden noch im zweiten Quartal dieses Jahres einen Haken an dieses Projekt machen." Im Rennen sind die Standorte in Polen und Rumänien.

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