Zetsche

Pro US-Smart-Start - Tempo für Mercedes-Trendwende

Foto: Daimler-Chrysler

Daimler-Chrysler tendiert zu einem Start seines Kleinwagens Smart auf dem US-Markt. "Es ist derzeit wahrscheinlicher, dass wir eine Entscheidung pro USA als dagegen treffen werden", sagte Konzernchef Dieter Zetsche dem "Handelsblatt".

Die endgültige Entscheidung stehe aber noch aus und solle "relativ kurzfristig" noch in diesem Halbjahr fallen.

Der Schweizer Zeitung "NZZ am Sonntag" sagte Zetsche, es sei eine Reihe von Anfragen für Kooperationen bei Smart eingegangen, sie würden jetzt von Goldmann Sachs geprüft. Die nächste Generation des zweisitzigen Smart habe einen Mitsubishi-Motor, der in sehr hohen Stückzahlen gefertigt werde. "Darüber hinaus sind wir offen für die Zusammenarbeit auf unterschiedlichsten Feldern."

Bei der angeschlagenen Mercedes-Gruppe könnten Rezepte der Chrysler-Sanierung nicht eins zu eins übertragen werden. Doch damit "und dem, was wir bei Mercedes-Benz wissen, können wir viel schneller einen Umschwung bei Mercedes herbeiführen", sagte Zetsche. Auf die Frage, ob Mercedes amerikanischer werden müsse, sagte Zetsche: "Im Sinn von Zielorientierung und Effizienz, ja". Die Zusammenarbeit mit Chrysler werde weiter intensiviert. "Wir werden auch Komponenten gemeinsam entwickeln und einsetzen, um größere Stückzahlen zu erzielen." Ziel sei aber nicht, gemeinsame Plattformen zu entwickeln, sagte Zetsche dem "Handelsblatt".

Rentschler: Wir können auf die 30-Stunden-Woche gehen."

Der für die Nutzfahrzeugsparte zuständige Daimler-Vorstand Andreas Renschler sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", nach einer ausgeprägten Hochphase erwarte er für das laufende Jahr noch einen stabilen Lkw-Absatz. "Aber natürlich flacht sich die Nachfrage auch wieder ab". Um die Marktschwankungen abzufedern, werde der Konzern zunächst Leiharbeit oder befristete Verträge auslaufen lassen. Notfalls könne auch mit einer Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich reagiert werden. "Wenn alle Stricke reißen, können wir auf die 30-Stunden-Woche gehen", sagte Renschler. Die Mitarbeiter müssten dann entsprechende Lohneinbußen in Kauf nehmen. "So sieht es der Pakt zur Beschäftigungssicherung vor, der betriebliche Kündigungen bis zum Jahr 2012 ausschließt."

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