ZF rutscht in die roten Zahlen

Der Automobilzulieferer ZF ist 2003 durch einmalige Sondereinflüsse erstmals nach vielen Jahren wieder in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust betrug 162 Millionen Euro, sagte ZF-Chef Siegfried Goll am Mittwoch (28.4) bei der Bilanzvorlage in Stuttgart.

"Das bleibt aber ein Sonderfall", betonte der Vorstandsvorsitzende der ZF Friedrichshafen AG (Friedrichshafen). Nach einem guten Start ins Jahr 2004 erwartet ZF wieder ein "ordentliches positives Ergebnis" und ein Umsatzplus von fünf Prozent. 2002 gab es einen Gewinn von 29 Millionen Euro.

ZF hatte 2003 ein Joint-Venture mit Ford (Werk Batavia) in den USA beendet, was zu außerordentlichen Belastungen in Millionenhöhe führte. Den genauen Betrag wollte Goll nicht nennen, insgesamt musste ZF aber für einmalige Abschreibungen 170 Millionen Euro aufwenden, davon kam der größte Teil von Batavia. Das Gemeinschaftsunternehmen habe die Erwartungen bei der Gewinnung neuer Kunden und auch bei den Stückzahlen enttäuscht.

Positive Stimmung für 2004

Im ersten Quartal legte der ZF-Umsatz um acht Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu. Wegen des Rückzugs in Batavia hatte sich 2003 der Umsatz von 9,1 auf 8,9 Milliarden verringert, auf vergleichbarer Basis gab es aber ein leichtes Plus von zwei Prozent.

ZF ist für 2004 auch deshalb positiv gestimmt, weil sich die Vorleistungen der vergangenen Jahre mit hohen Investitionen in neue Produkte jetzt auszuzahlen begännen, sagte Goll. Außerdem setzt ZF stark auf neue Märkte mit den Schwerpunkten in Asien und Osteuropa. Neue Produkte seien Achssystemprojekte für Daimler-Chrysler, BMW und Ford in den USA oder das automatische Sechs-Gang-Getriebe, das BMW, Audi und Jaguar in Oberklasse-Limousinen anbieten.

Die Stadt Friedrichshafen als Eigentümerin der Zeppelin-Stiftung, die knapp 94 Prozent der ZF-Anteile hält, bekommt wieder den Großteil der aus den Rücklagen gezahlten Dividende von insgesamt 17,8 Millionen Euro. 2003 beschäftigte ZF rund 53.500 Menschen (plus zwei Prozent).

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