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Schwache Aussichten

Foto: ZF

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen erwartet im kommenden Jahr ein langsameres Wachstumstempo. Das Plus dürfte nur leicht über dem 2008 erwarteten Branchenzuwachs von weltweit 4,8 Prozent liegen, sagte ZF-Chef Hans-Georg Härter am Donnerstag (13.12.) in Stuttgart.

2007 hat der Umsatz des drittgrößten deutschen Autozulieferers um acht Prozent auf 12,6 Milliarden Euro zugelegt. Das war vor allem der Nutzfahrzeug- und Baumaschinensparte sowie dem Nachfrageboom in Asien und Osteuropa zu verdanken. Der Ertrag 2007 habe stärker als der Umsatz zugenommen, berichtete Härter. Genaue Zahlen werden im April 2008 veröffentlicht. 2006 lag der Nachsteuergewinn bei 296 Millionen Euro.

Akquisitionen nicht ausgeschlossen

Der Spezialist für Antriebs- und Fahrwerktechnik vom Bodensee will auch 2008 vor allem aus eigener Kraft wachsen. Akquisitionen schloss Härter jedoch nicht aus. "Wenn sich eine strategische Investition abzeichnet, sind wir vorbereitet", unterstrich der ZF-Chef. Die weitere Eroberung neuer Märkte und die Einführung neuer Produkte stehe jedoch im Vordergrund. "Wir erschließen unsere eigenen Potenziale". In Deutschland investiert der Zulieferer unter anderem in den Fertigungsaufbau für das Achtgang-Automatgetriebe oder die Hybridantriebstechnik. Im Ausland sollen neue Entwicklungsstandorte und Werke beispielsweise in China, Japan, Tschechien und der Slowakei entstehen.

Gebessert hat sich die Lage in den USA, wo die Absatzschwäche der großen Fahrzeughersteller bei ZF zu Verlusten geführt hatte. "Wir haben das größte Sorgenpaket hinter uns", meinte Härter. Das US-Geschäft werde operativ "knapp über der Null-Linie" abschließen. In Forschung und Entwicklung will ZF 2008 rund 700 Millionen Euro investieren. Die Zahl der Mitarbeiter soll weiter zunehmen. Wie schon 2007 will ZF auch 2008 rund 3.000 neue Jobs schaffen, davon jeweils mehr als 1.000 in Deutschland. Gegenwärtig beschäftigt der Autozulieferer, der mit 120 Standorten in 25 Ländern vertreten ist und weltweit zu den 15 größten der Branche zählt, insgesamt 58.000 Menschen.

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