ZF warnt Autoindustrie vor Druck auf Zulieferer

Foto: ZF

Der ZF-Konzern hat die Autohersteller vor einer weiteren Erhöhung des Preisdrucks auf die Zulieferer gewarnt. "Die Auto-Industrie muss sich überlegen, ob sie überzieht und dann irgendwann keine Partner mehr hat", sagte ZF-Chef Siegfried Goll am Mittwochabend (14.1.) im Club Wirtschaftspresse München.

Alle Autobauer hätten Preisreduzierungsprogramme. "Der Druck ist enorm." Die Zulieferer könnten es sich aber nicht leisten, den Forderungen nach Preissenkungen von in der Regel drei bis fünf Prozent im Jahr immer einfach zu folgen. ZF sei dabei noch in einer vergleichsweise komfortablen Position, da die Hersteller beispielsweise bei einem modernen Getriebe nicht so einfach den Zulieferer wechseln könnten.

Konzern-Wachstum 2004: Fünf Prozent und mehr

ZF ist der drittgrößte Autozulieferer in Deutschland. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz nur leicht auf 9,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sei verglichen mit 2002 (158 Millionen Euro) gesunken, sagte Goll. Damit ist der Konzern weit von seinen Renditezielen entfernt. Er strebe eine operative Umsatzrendite von drei bis fünf Prozent an, kündigte Goll an. Ob der Konzern im abgelaufenen Jahr unter dem Strich schwarze Zahlen geschrieben hat, ließ er offen. Vor allem die hohen Investitionen in neue Produkte wie die Elektrolenkung und stufenlose Auto-Getriebe hätten den Gewinn gedrückt.

In den nächsten Jahren will die ZF Friedrichshafen AG nun die Früchte ernten. Die Entwicklungs-Ausgaben sollten von zuletzt sechs auf fünf Prozent des Umsatzes zurückgefahren werden, kündigte Goll an. Für Investitionen in Sachanlagen sollen künftig nur noch sechs Prozent der Erlöse ausgegeben werden nach zuletzt acht Prozent. Dies will Goll erreichen, in dem die Ausgaben für Entwicklung und Investitionen stabil gehalten werden bei gleichzeitig steigenden Umsätzen.

Auch ohne Rückenwind durch die Branchenkonjunktur will ZF das Geschäft in den nächsten Jahren stark ausbauen. Dabei gebe es vor allem in Asien große Chancen. Für 2004 kündigte Goll ein Konzern-Wachstum von mehr als fünf Prozent an. "Es könnten auch deutlich mehr sein." Für 2005 sei noch einmal eine Steigerung in dieser Größenordnung vorgesehen. Auch das Ergebnis solle sich in den nächsten beiden Jahren deutlich verbessern. ZF ist in Stiftungsbesitz.

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