Zu hohe NOx-Werte bei Renault

Serviceaktion verzögert sich

Renault Espace Abgastest Prüfstand Foto: DUH

Renault reagiert auf den hohen NOx-Ausstoß seiner Dieselmodelle im realen Straßenverkehr und hat gegenüber auto motor und sport eine Serviceaktion angekündigt. Ab Oktober sollten die Kunden Post bekommen und in die Werkstatt gebeten werden. Weil die französischen Behörden die Änderungen noch prüfen, ist der Starttermin jetzt ungewiss.

Die Fahrer von Renault-Dieseln, die die Euro-6b-Norm erfüllen, sollten im Oktober Post des Herstellers mit einer Einladung zum Werkstattbesuch erhalten. Renault will ein Elektronik-Update aufspielen, das die Wirkung des Speicherkats verbessert. Außerdem bleibt die Abgasrückführung nach dem Update in einem weiteren Betriebsbereich aktiv.

Die französischen Behörden prüfen noch

Weil die französischen Behörden die Änderungen an den Bestandsfahrzeugen noch nicht genehmigt haben, verzögert sich die Aktion. Laut Renault gebe es „noch ein paar Unklarheiten.“ Die Änderungen für die Serienfahrzeuge sind bereits genehmigt und werden seit Juli eingebaut.

Zu hohe NOx-Werte im Alltag

Bei Abgastests im Auftrag des französischen Umweltministeriums hatten Renault Talisman und Captur die NOx-Grenzwerte weit überschritten. Auch im NOx-Test der Zeitschrift auto motor und sport fielen zuletzt zwei Renault-Modelle durch hohe NOx-Werte im realen Straßenverkehr auf. So zeigte ein Renault Espace dCi 160 die höchsten NOx-Werte von allen 20 bisher von auto motor und sport getesteten Dieselmodellen mit Euro-6-Motoren. Der Espace stieß auf der 100 km langen ams-Testrunde trotz verhaltener Fahrweise das 15,3-Fache des Grenzwerts aus und kam auf 1.222 mg Stickoxid pro Kilometer. Der Renault Mégane dCi 110 stieß im realen Verkehr das 9,9-fache des NOx-Grenzwertes aus.

Wie Renault auto motor und sport mitteilte, hat der Hersteller „einen Aktionsplan entwickelt, um über die bestehenden und in vollem Umfang respektierten Euro 6b-Normen hinaus seinen Kunden ein verbessertes System zur NOx-Abgasreinigung anzubieten“. Das Update soll demnach die Stickoxidemissionen „im realen Kundenalltag“ reduzieren. Das Update sei allerdings freiwillig. Aufgespielt werden sollte die Software ab Oktober. Nun ist ungewiss, ob die Serviceaktion noch in diesem Jahr startet, oder ob die Kunden erst 2017 angeschrieben werden.

Neuester Kommentar

Klasse,

Vielleicht ist unser aktueller Turboschaden an unserem ESPACE RCFC nach nur ca. 30.000 km dem Update geschuldet?

Tabea 17. Juni 2018, 11:44 Uhr
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