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Zukunft der Opel-Werke gesichert

Foto: dpa

Update ++ Offiziell: Rüsselsheim erhält Mittelklasse-Produktion ++ Die Zukunft der Opel-Werke in Deutschland ist auf Jahre hinaus gesichert. Im monatelangen Verhandlungspoker um die Sanierung einigten sich Management und Betriebsrat am Donnerstag (3.3.) auf einen Zukunftsvertrag, der am Freitag offiziell bekannt gegeben wird.

04.03.2005

Gegen Zugeständnisse der Belegschaft wird der Mutterkonzern General Motors (GM) demnach Investitionen in die Werke zusagen. Das Stammwerk in Rüsselsheim übernimmt danach von 2007 an die Produktion der neuen Mittelklasse von Opel und der schwedischen Schwestermarke Saab. Bochum soll die fünftürige Astra-Limousine bauen. Das Komponentenwerk in Kaiserslautern soll ausgelastet werden. Die Europa-Spitze von General Motors bestätigte dies in Göteborg offiziell.

Im Gegenzug müssten die Arbeitnehmer auf Tariferhöhungen verzichten. Das Weihnachtsgeld werde ab 2006 von 130 auf 70 Prozent eines Monatsgehalts gekürzt. Zugleich werden die Arbeitszeiten flexibler gestaltet.

Am letzten Verhandlungstag sei hart über die Zukunft des Werks in Kaiserslautern verhandelt worden, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz nach Ende der Gespräche. Für das Bochumer Werk hat es nach Angaben des dortigen Betriebsratsvorsitzenden, Rainer Einenkel, eine klare Aussage für den Bau des fünftürigen Astra-Modells gegeben. Zuletzt hatten Arbeitnehmervertreter der Werke in England und Belgien protestiert, weil mit der Verlagerung dort Aufträge verloren gingen.

Die monatelangen Gespräche zwischen dem Opel-Management und dem Betriebsrat über einen Zukunftsvertrag waren am Donnerstag in Rüsselsheim in die entscheidende Phase gegangen. Mit dem Paket will der Mutterkonzern General Motors (GM) den seit Jahren defizitären Autobauer Opel wieder in die schwarzen Zahlen bringen.

Bereits vor einer Woche hatte Opel mitgeteilt, dass das Sanierungspaket vorerst ohne Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ablaufen wird. 4.500 Mitarbeiter hatten sich freiwillig für eine Abfindung entschieden und werden das Unternehmen noch in diesem Jahr verlassen. Bis 2007 sollen über Abfindungen insgesamt 6.000 Stellen wegfallen.

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