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Zulieferer-Krise - ZF will Millionen einsparen

Sparpaket bei ZF am Standort Friedrichshafen

Der drittgrößte deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen tritt kräftig auf die Kostenbremse: Für den Stammsitz Friedrichshafen am Bodensee, wo die von der Autokrise besonders betroffene Sparte Nutzfahrzeugantriebe angesiedelt ist, wurde mit dem Betriebsrat ein millionenschweres Sparpaket vereinbart.

Es sieht unter anderem Arbeitszeitreduzierungen und eine befristete Kürzung übertariflicher Zulagen vor, wie das Unternehmen am Dienstag (9.3.) mitteilte. Im Gegenzug erhält die Stammbelegschaft eine Beschäftigungsgarantie bis 2013. Am Bodensee beschäftigt ZF derzeit rund 8.000 Menschen. Unter ihnen sind etwa 550 Zeitarbeiter, die allerdings im Jahresverlauf ihren Job verlieren werden.

ZF will Millionen einsparen

Mit den Maßnahmen will ZF am Standort Friedrichshafen bis 2012 die Personalausgaben um rund 60 Millionen Euro jährlich senken. In ganz Deutschland will der ZF-Konzern nachhaltig 600 Millionen Euro sparen, davon 200 Millionen Euro beim Personal. 2009 hatte der Spezialist für
Antriebs- und Fahrwerkwerkstechnik einen Umsatzeinbruch um 25 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro und nach vorläufigen Zahlen einen Verlust von 300 bis 400 Millionen Euro erlitten.
 
"Wir sehen uns seit Ende 2008 mit dem größten Nachfrageeinbruch der Nachkriegsgeschichte konfrontiert", sagte Rolf Lutz, Chef des Unternehmensbereichs Nutzfahrzeug- und Sonder-Antriebstechnik, laut Mitteilung. Die Zahl der in Friedrichshafen montierten Getriebe sei
2009 von 267.000 auf etwa 90.000 zurückgegangen. Nach Ende der gesetzlich möglichen 24 Monate Kurzarbeit soll der Tarifvertrag Beschäftigungssicherung greifen. Danach kann die Wochenarbeitszeit von 35 auf 30 oder sogar 26 Stunden reduziert werden. Zudem soll die im April 2011 fällig Tariferhöhung um 2,7 Prozent für eineinhalb Jahre auf übertarifliche Zulagen angerechnet werden.
 
Nach Ansicht von Konzernbetriebsratschef Johann Kirchgässner verteilt das Sparpaket die Last der Arbeitszeitreduzierung und Einkommensverluste auf viele Schultern. Dabei leisteten auch die Führungskräfte einen Beitrag.

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