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Oldtimer-Auktion in Toffen am 21.04.2018

88 Klassiker unter dem Hammer

Peugeot Quadrilette 1922 Foto: Oldtimergalerie 45 Bilder

Am 21.04.2018 hat die Oldtimer Galerie in Toffen 88 Autos und Motorräder versteigert. Eine Überraschung gab es bei den Vorkriegs-Oldtimern. Mercedes und Porsche 911 waren eher wenig gefragt. Zwischen den Ikonen gab es auch Schnäppchen.

24.04.2018 Andreas Of Powered by

Die Frühjahrs-Auktion der Oldtimergalerie in Toffen bot eine echte Überraschung: Ein Peugeot Type 172 von 1922 löste ein Bietergefecht aus, der Hammer fiel erst beim Doppelten des Schätzpreises. Zwischen 10 000 und 15 000 Franken sollte das Cyclecar bringen, die Gebote kletterten schließlich auf 23 000 Franken. Mit 12 Prozent Aufgeld sind das 25 760 Franken (21 467 Euro). Ein Schnäppchen machte jener Bieter, der für 8250 Franken den Zuschlag für einen blauen MGB GT erhielt. Verkauft wurden 44 Autos und Motorräder, dazu kommen 21 unter Vorbehalt (Verkaufsquote: 46 Prozent). Einigen sich Käufer und Verkäufer zu den Vorbehalten, würde die Verkaufsquote auf über 60 Prozent steigen – das wäre ein sehr ordentliches Ergebnis. Bemerkenswert war die Vielfalt der versteigerten Autos, die vom Peugeot Quadrilette von 1922 bis zum BMW Z8 neun Jahrzehnte Automobilkultur bot.

Klassiker aus den 1960er-Jahren

Am stärksten vertreten waren Autos aus den 1960er-Jahren, inklusive Ikonen wie ein Mercedes SL Pagode oder Mini. Für Vielfalt sorgten 45 Marken, darunter auch längst verschwundene wie Austin, Triumph oder Studebaker. Zu den Designklassikern der Auktion zählten sicherlich ein Jaguar E-Type, ein Ur-Mini und einige Porsche 911. Auch ein Studebaker Avanti kam unter den Hammer. Aufgerufen werden die Schätzpreise in Schweizer Franken (CHF), der Kurs liegt aktuell zwischen 1,15 CHF und 1,20 CHF für einen Euro. Zusätzlich zum Hammerpreis berechnet die Oldtimergalerie 12% Aufgeld.

Britische Exoten und deutsche Mittelklasse

Mercedes 280 E Oldtimer Galerie Toffen Foto: B. von Rotz
Gleich drei Mercedes 280 E aus drei Generationen kamen unter den Hammer.

Freunde britischer Autos fanden eine reiche Auswahl: Exoten wie Austin und Humber sind ebenso vertreten wie Jaguar und Rolls-Royce. Unter den Briten fanden sich auch zwei Schnäppchen: Ein MGB GT von 1974 ging für 8.250 Schweizer Franken weg. Inklusive 12 Prozent Aufgeld auf den Hammerpreis sind das 7.700 Euro. Ein Hillman Super Minx Sport GTL von 1966 wurde bei 4.750 CHF zugeschlagen, man konnte also für umgerechnet 4.433 Euro (inklusive Aufgeld) Eigentümer einer britischen Limousine der Sechziger-Jahre werden.

Von den drei Mercedes 280E verkaufte sich nur einer unter Vorbehalt. Neben einem 280 E /8 kamen ein W123 und ein W124 zur Versteigerung. Während W115 und W123 jeweils der aufwendige, drehfreudige und bei Kennern sehr geschätzten Doppelnockenwellen-Reihensechser M110 antreibt, hat der W124 den Vierventil-Reihensechser M104 unter der Haube. Das seltene Fünfgang-Schaltgetriebe und die Lackierung in Beryll machen die unspektakuläre Limousine zum Exoten. Der W 124 wurde für 6.500 CHF unter Vorbehalt verkauft. Zu den Bürgermeistern zählt sicher auch ein Ford Granada 2.3 L von 1980, den Zweitürigkeit und eine zweifarbige Lackierung in Karamell- und Schokoladentönen zu etwas Besonderem machen. Der Granda wurde für 6.500 CHF verkauft. Nicht vom Bowie-Bonus profitieren konnte ein Volvo 262C, der bei 9.000 CHF zugeschlagen wurde.

Seltenes von Fiat und Lancia

Kein Liebhaber fand sich für zwei besondere Exemplare des Fiat 850: Ein 850 Bertone Berlinetta Racer und ein 850 Lombardi Grand Prix. Der sollte etwa 30.000 bis 38.000 CHF kosten. Auch ein Lancia Thema 8.32 blieb stehen, das Höchstgebot von 8.000 CHF reichte nicht für die die Limousine mit Ferrari-V8: „Da ist allein der Motor mehr wert“, sagte der Auktionator dazu.

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Designikonen aus den USA: Toronado und Avanti

Neben dem bereits erwähnten Studebaker Avanti kam mit dem Oldsmobile Toronado eine zweite US-Designikone unter den Hammer. Das V8-Coupé mit Frontantrieb (!) lag mit 26.500 Franken am unteren Ende des Estiamtes. Ein Ford Mustang 289 V8 wurde für ein Höchstgebot von 30.000 Franken nicht verkauft.

Zweiräder und ein Schnäppchen zum Fahren

Die Solex S 3800 mit Motor auf dem Vorderrad war mit 500 bis 600 CHF das am günstigsten eingeschätzte Los, mit dem man auch fahren kann. Geboten wurden 1.200 Schweizer Franken. Unter den Hammer kamen auch eine BMW R90, eine Moto Guzzi, eine Jawa und ein Gespann. Die interessantesten Autos und Motorräder sind in der Galerie zu sehen.

Download Katalog zur Auktion am 21.04.2018 in Toffen (PDF, 79,50 MByte) Kostenlos
Neuester Kommentar

Bei solchen Auktionen spiegelt sich oft der Realpreis wieder und nicht solche Utopiepreise wie sie oft angepriesen werden. Die Porsche waren eher am unteren Ende des Schätzpreises oder drunter und beim Mercedes ging nix weg. Warum? Ich behaupte die gibt es zu oft und die Preise werden zu hoch angesetzt. Exoten oder Autos von namenhaften nicht Deutschen Herstellern hingegen gehen auch auf anderen Auktionen meist über dem Schätzpreis weg.

Drive 26. April 2018, 12:32 Uhr
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