BMW 5er E34 Scheunenfund Bulgarien Rust proving centre
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BMW-Scheunenfund: 11 E34 5er in Bulgarien entdeckt

BMW-Scheunenfund 11 E34 5er in Bulgarien entdeckt

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Das muss man sich mal vorstellen: Da bestellt jemand 11 BMW 5er und stellt sie weg. Ist 1994 so passiert. In Bulgarien. Wie es dazu kam, ist unklar, drei Thesen gibt es. Unklar ist, ob die Autos verkauft werden.

Mitarbeiter einer Rostschutzfirma aus Sofia haben im 100 Kilometer südlich gelegenen Blagoewgrad elf BMW 5er E34 entdeckt, fotografiert und auf Facebook gepostet. In den Kommentaren melden sich schnell Kaufinteressenten aus mehreren Ländern, gerüchtehalber will der Besitzer eher nicht verkaufen. Unerkannt bleiben möchte er auch.

Kommen die elf 5er aus Spanien?

Die Gruppe BMW Fans Bulgaria erklärt auf ihrer Facebook-Seite „die Wahrheit über die kürzlich gefundenen, brandneuen BMW E34.“ Richtig sei, dass die elf 5er in Bulgarien und brandneu seien. Die Autos habe ein bulgarischer Geschäftsmann von einem spanischen BMW-Händler gekauft. Dieser Händler soll kurz vor der Pleite gestanden haben, der Preis für 186 brandneue E34-5er soll sehr gut gewesen sein. Darunter waren 520i und 525i, wie sie auch auf den Bildern zu sehen sind. Außerdem soll auch das Allradmodell 525ix dabei gewesen sein. Für die Spanien-Geschichte spricht, dass Auslieferungszettel mit dem Vermerk „Länderausführung Spanien“ gefunden wurden.

Dem Geschäft kam die Entscheidung des Staates dazwischen, eine Mehrwertsteuer einzuführen, was die Autos auf einen Schlag um 20% verteuerte. Bis 2016 hat der bulgarische BMW-Besitzer trotzdem 175 Autos verkauft. Elf blieben stehen und dienten laut BMW Fans Bulgaria mutmaßlich als Ersatzteilspender. Teile der maroden Decke seien heruntergestürzt, weswegen die ein oder andere Heckscheibe zu Bruch ging. Die Autos hätten keine Papiere und könnten nicht zugelassen werden.

Geheimnsivolle Geschichten um E34-5er

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Wenn stimmt, was auf dem Zettel steht, hat jemand zuletzt Ende April 2003 das Öl gewechselt und den Kühlerfrostschutz überprüft.

Ein Facebook-Kommentator nennt einen Namen: Dr. Alexander Germanov hieße der Besitzer, schreibt ein Edis Shaben. Er hat auch eine These zur Historie der Autos: Nikolay Tadarukov, Agrarminister der 39. Nationalversammlung habe die Autos für die Mitglieder der 39. Nationalversammlung gekauft. Irgendetwas habe jedoch nicht geklappt und so habe Tadarukov die Halle gekauft, leergeräumt und die Autos hineingestellt. Ein anderer Nutzer meint zu wissen, dass die Politiker lieber Mercedes gefahren und die BMW deshalb unbenutzt geblieben seien. Eine andere These geht davon aus, dass eine der ersten bulgarischen Autovermietungen die Autos gekauft und dann doch nicht benutzt habe. Dass sie nicht benutzt wurden, steht fest: zwischen 4 und 8 Kilometern seien die Limousinen gelaufen, berichtet ein Mitarbeiter der Firma Center za borba s razhdata (Anti-Rost-Zentrum).

Während der Standzeit soll ein BMW-Händler regelmäßig das Öl gewechselt haben. Tatsächlich ist auf einem der Fotos ein Ölwechselzettel zu sehen, auf dem 2003 der letzte Ölwechsel vermerkt ist. Mysteriöse Geschichten haben dem Wert eines Autos jedenfalls noch nie geschadet. Für 15.000 Euro pro Auto sollen die 5er nun verkauft werden. Abgesehen von den Stories, die sich um sie ranken wie die Spinnweben um die Fahrwerksteile, sind vor allem die Innenräume Zeitkapseln für eine längst vergangene Ära, die noch gar nicht so lange her ist.

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