Cord 812 (1937) Barrett-Jackson
Cord 812 (1937)
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Cord 812 (1937)

Gepanzert, aber leider zu spät

Dieser gepanzerte Cord 812 war für einen Politiker bestimmt und hat außer der Schutzfunktion noch zwei weitere, seltene Merkmale. Im Januar 2020 soll das frisch restaurierte Auto versteigert werden.

Cord baute von 1929 bis 1937 Autos. Die Autos wurden bei Auburn gebaut, hatten Motoren von der ebenfalls zum Konzern gehörenden Marke Lycoming und waren die ersten Autos mit Frontantrieb sowie Klappscheinwerfern. Dabei handelte es sich der Überlieferung zufolge um Landescheinwerfer von Flugzeugen.

Schnelles Vorkriegs-Auto ...

Cord 812 (1937)
Barrett-Jackson
Der Cord 812 hat einige Besonderheiten. Eine davon ist der Kompressor-V8, eine andere der Frontantrieb.

Keine schlechte Idee, lief ein solcher Cord 812 mit seinem V8 doch über 160 km/h. Eine Plakette auf der Armaturentafel des bei Barrett-Jackson zu ersteigernden Exemplars bescheinigt, dass das Auto vor der Auslieferung mit 110,8 Meilen pro Stunde gefahren wurde. Das entspricht 177,28 km/h. Für eine Limousine des Baujahres 1937 eine enorme Geschwindigkeit.

Der Cord hat, wie es sich für ein Auto dieser Marke gehört, einen V8 und Frontantrieb. Normalerweise leistet der 4,7-Liter-Motor 127 PS. Das Besondere daran ist die Aufladung: Schaltet sich der Kompressor zu, steigt die Leistung auf 170 PS. Eine 4-Gang-Halbautomatik überträgt die Kraft. Die filigrane und komplizierte Konstruktion soll Cord einige Schwierigkeiten eingebracht haben.

... mit ein paar Besonderheiten

Dass es sich bei dem 812 um einen ganz besonderen Cord handeln muss, soll dem Vorbesitzer klar geworden sein, als er während der Restaurierung die Türen in der Hand hatte: Die seien ungewöhnlich schwer gewesen, berichtet barnfinds.com. Recherchen hätten ergeben, dass die Türen gepanzert waren – ebenso die Rückwand. Der Radstand sei um vier Zoll länger sei bei einem 812 üblich; 3,35 Meter stehen die Achsen auseinander. Serie waren 3,25 Meter.

Gedacht war der verlängerte und gepanzerte Cord für einen Politiker, bestellt hatte das Auto der Bundesstaat Louisiana, bekommen sollte ihn der Politiker Huey Long. Das Tragische an der Geschichte: Ein Attentäter erschoss Long, ein Woche vor der Auslieferung des Cord. Das Auto ging anschließend durch mehrere Hände und wurde eine Zeitlang sogar vergessen. Jetzt ist er wieder zu haben. Am 11. Januar 2020 versteigert ihn Barrett-Jackson in Scottsdale, USA.

Fazit

Tragische Geschichte, spannendes Auto: Einen Cord 812 gibt es nicht alle Tage zu kaufen. Ob es ein gepanzerter sein muss, bleibt Geschmackssache. Interessant ist die Tatsache, dass die Limousine ohne Limit versteigert wird.

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