11/2019, 1968 Dodge "Maximus the Ultra Charger" Custom Worldwide Auctioneers
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11/2019, 1968 Dodge "Maximus the Ultra Charger" Custom 6 Bilder

1968 Dodge „Maximus the Ultra Charger“ Custom

PS-Monster aus „Fast & Furious“ versteigert

Der aufwendig umgebaute Dodge Charger „Maximus“ soll fast 3.000 PS leisten, durch absurde Fahrleistungen bestechen und schon bald in die Filmreihe zurückkehren. Ein Preis ist noch nicht bekannt.

Der siebte Teil der „Fast & Furious“-Reihe war der letzte, in dem der inzwischen verstorbene Paul Walker zu sehen war. Ebenfalls mit dabei: Dieser heftig modifizierte 1968er Dodge Charger, der während der emotionalen Endszenen schön zur Geltung kam. Im Video zum ebenfalls als Tribut an den beliebten Schauspieler produzierten Filmsong „See you again“ von Wiz Khalifa und Charlie Puth wurden die Szenen mit dem Auto ebenfalls verwendet. Auch in den nächsten Teilen der Reihe soll es wieder dabei sein. Zumindest haben ihn die Produzenten für „Fast & Furious“ 9 und 10 bereits angefragt.

Ein Superstar unter den Autos

Das Muscle Car kommt zudem in einer aufwendig produzierten Filmdokumentation vor, die bald bei Netflix zu sehen sein wird. Nicht zu vergessen der Preis als bestes Auto auf der Tuningmesse SEMA im Jahr 2013. Hinzu kommen Spielzeugauto-Adaptionen, Hot Rod- und Tuningmagazine präsentierten es auf dem Cover und in der Videospielreihe „Forza Racing“ kommt der Bolide demnächst ebenfalls vor. All das macht klar: Wir haben es hier mit einem Superstar unter den Autos zu tun.

11/2019, 1968 Dodge "Maximus the Ultra Charger" Custom
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Der 9,4-Liter-V8 mit doppelter Turboaufladung soll an die 3.000 PS leisten.

Bei der Vermarktung des Autos hilft natürlich der Beinamen „Maximus“. Diesen trägt der Dodge übrigens völlig zu recht, wie ein Blick ins Datenblatt zeigt. 2.281 PS sind verbrieft, allerdings soll es inzwischen eher auf die 3.000-PS-Marke zugehen. Von null auf 60 mph (96,6 km/h) soll der Charger in 1,8 Sekunden beschleunigen. Auf offiziellen Drag-Racing-Events soll das Coupé in acht Sekunden von null auf 160 mph (257,5 km/h) beschleunigt haben. Die Höchstgeschwindigkeit? Irgendwo zwischen 250 und 300 mph (402 bis 483 km/h).

9,4-Liter-Twinturbo-V8

All diese Zahlen gehen auf das Konto eines Vollaluminium-Hemi-Motors mit 9,4 Litern Hubraum. Ein Motoren-Monster, das die Tuningfirma Nelson Racing Engines im Auftrag und nach Konzepten des Musikproduzenten Scott Spock erschaffen hat. Getreu dem Motto „doppelt heizt besser“ verfügt das Triebwerk über doppelte Turboaufladung, zwei Ladeluftkühler und ein duales Kraftstoff-Einspritzsystem, welches softwaregesteuert das 116-oktanige Rennbenzin (nur damit gibt der Charger seine volle Leistung ab) aufbereitet und automatisch zwischen dem Edelsprit und 91-Oktan-Standardbenzin unterscheiden kann.

Damit der Dodge Charger Maximus auch fahrbar ist (das Muscle Car soll über eine Straßenzulassung verfügen), hat Nelson Racing das Basisauto technisch komplett auf links gedreht. Es gibt ein komplett einstellbares Gewindefahrwerk mit neuer Geometrie und justierbaren Stabilisatoren. Zudem eine hydraulische Bremsanlage mit 355-Millimeter-Scheiben und Sechskolben-Sätteln. Hilfreich sind sicher auch die GPS-basierte Traktionskontrolle und das neue Chassis aus Chrom-Molybdän, das hauptverantwortlich ist für die um 400 Prozent bessere Verwindungssteifigkeit im Vergleich zum Original ist. Hinzu kommt eine Abgasanlage aus Edelstahl.

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Mit dem originalen 1968er Dodge Charger hat der Maximus kaum noch etwas zu tun.

Allein für die breit bauende Metall-Karosserie soll die in Los Angeles ansässige Tuningschmiede etwa 16.000 Arbeitsstunden investiert haben. Dabei ist sie allein mit Klarlack, nicht aber mit Farbe überzogen. Was aber Absicht ist, denn das mühsam zurechtgebogene Blech wirkt auf diese Art besonders eindrücklich.

Der Preis? Bislang unbekannt!

Innen gibt es ein Armaturenbrett im James-Bond-Stil, über das die vielen Technik-Features gesteuert werden können. Der Instrumententräger verfügt über einen Touchscreen mit iOS-Funktionen, der einen Kontrast zum originalen Radio bietet. Ansonsten geht es europäisch zu im Charger-Interieur: Italienisches Leder trifft auf französische Handstickereien und deutsche Teppichböden. Darüber hinaus zeichnet sich das Maximus-Interieur durch eine verbesserte Schall- und Wärmedämmung, ein Soundsystem mit neuen Verstärkern und Lautsprechern sowie eine Renn-Pedalerie aus.

Kürzlich wurde der 1968er Dodge Charger Maximus im Rahmen der Riad Auto Show versteigert. Für welchen Preis? Nun, dazu hält sich das Auktionshaus Worldwide Auctioneers bisher bedeckt. Bekannt ist aber, dass der Motor bei Nelson Racing noch einmal gründlich durchgecheckt und das Muscle Car danach per Luftfracht an einen vom Käufer bestimmten Ort geschickt wird. In der eingangs erwähnten Netflix-Show darf der Käufer dann übrigens zusammen mit seiner Neuerwerbung auftreten.

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Niemals. Allein der technische und optische Zustand sowie die Ausstattung zählen.

Fazit

Fast 3.000 PS in einem mehr als 50 Jahre alten Auto? Das ist wohl genauso verrückt, wie es klingt, selbst wenn der Maximus mit einem originalen 1968er Dodge Challenger kaum noch etwas zu tun hat. An diesem Punkt sind zwei Fragen besonders interessant: Wie fährt sich das Ding? Und was hat es gekostet? Beides wissen wohl nur sein alter und der neue Besitzer.

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