04/2020, RM Sotheby's The Elkhart Collection RM Sotheby's
04/2020, RM Sotheby's The Elkhart Collection
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03/2020, 1972 Austin Mini Pickup 6 Bilder

Elkhart Collection: Die Autos eines mutmaßlichen Betrügers

Ehemaliger Besitzer wegen Betrugs angeklagt Elkhart Collection mit 240 Autos versteigert

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RM Sotheby's hat eine einmalige Sammlung mit 240 Autos versteigert. Deren unerfreuliche Besonderheit: Die Autos gehörten einem mutmaßlichen Betrüger.

Da hat RM Sotheby's mal wieder eine einmalige Autosammlung zur Versteigerung aufgetan. 240 Autos und unzählige weitere Erinnerungsstücke sind am 23. und 24. Oktober veräußert worden. Eigentlich hatte es schon Anfang Mai soweit sein sollen, aber der Ausbruch der Corona-Pandemie zwang das Auktionshaus zur Verschiebung. Die Pandemie ist zwar noch nicht zu Ende, doch die Auktion fand am 23. und 24. Oktober statt.

Das Interesse an der Auktion war groß: Laut RM Sotheby's nahmen mehr als 2.500 Bieter aus 53 Ländern teil. Versteigert wurde ohne Mindestpreis; jedes Auto konnte also verkauft werden, sofern es mindestens ein Gebot gab. Insgesamt brachte die Sammlung 44,4 Millionen US-Dollar ein. Das sind ungerechnet 37,62 Millionen Euro. Jedes der 240 Autos wurde im Durchschnitt also für rund 156.750 Euro verkauft. Doch wem gehörte die Sammlung? RM Sotheby's ist disrekt, nennt den Namen des Besitzers nicht. Doch die lokale Presse weiß mehr.

Betrugsverdacht und riesige Verbindlichkeiten

Der Name der Sammlung: The Elkhart Collection. Benannt ist sie nach dem Ort Elkhart im US-Bundesstaat Indiana. Dort wurde sie einst zusammengetragen und dort fand auch die Auktion statt. Man hätte die Sammlung auch "Khan Collection" nennen können, schließlich gehörten all diese Autos einst einem Herrn namens Najeeb Khan. Aber das hätte wohl negative Assoziationen geweckt. Denn Herr Khan wird des Betrugs in Höhe mehrerer Millionen Dollar beschuldigt – ein Fall, über den nicht nur die regionalen Medien mit großem Genuss berichten.

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Najeeb Khan betrieb in Elkhart eine inzwischen insolvente Firma, die für andere Unternehmen lästige Dinge wie Lohnbuchhaltung, Steuerberatung, Personaldienstleistungen, Arbeitszeiterfassung und Ähnliches abwickelte. Doch offenbar ging es dabei nicht immer mit rechten Dingen zu. Wie lokale Medien berichten, wird Khan von einigen seiner Kunden des Betrugs beschuldigt. Da er offenbar parallel Verbindlichkeiten in Höhe von 126 Millionen Dollar (gut 116 Millionen Euro) angehäuft hat, beschlagnahmte ein Gericht den Großteil seines Vermögens.

Schmuckstücke ohne Mindestpreise

Dessen Herzstück war die hier vorgestellte Autosammlung, die im Oktober von RM Sotheby's unter die Leute gebracht wurde. Und diese waren bei einigen Autos durchaus bereit, hohe Summen zu zahlen: Allein acht Mal lag der Preis über einer Million US-Dollar. Star der Auktion war ein Ferrari 225 S Berlinetta by Vignale von 1952, der für 2,81 Millionen US-Dollar versteigert wurde (umgerechnet 2,38 Millionen Euro).

03/2020, 1972 Austin Mini Pickup
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Weitere Beispiele gefällig? Ein 1964er Aston Martin DB5 Vantage, das ist der 007-Aston, ging für 852.000 US-Dollar weg (721.000 Euro). Ein Toyota 2000 GT von 1967 war sogar noch etwas teurer: 912.500 US-Dollar (772.200 Euro) kostete der japanische Sportwagen inklusive Aufgeld. Ein 1966er Shelby GT350 H war ebenso dabei wie eine Rennwagen-Bande, die unter anderem den erwähnten Ferrari 225 S Berlinetta Vignale von 1952, einen Cooper-Jaguar T38 Mk II von 1955 und ein Toyota-Nascar von 2014 umfasst. Moderne Supercars à la Jaguar XJ220 oder ein 2006er Ford GT in der Heritage Edition, der früher dem ehemaligen Eishockey-Superstar Wayne Gretzky gehörte, waren ebenfalls dabei. Der Gretzky-GT brachte 511.000 US-Dollar (432.480 Euro). Hinzu kamen automobile Süßigkeiten wie dieses Subaru 360 Polizeiauto und dieser Mini Pickup – und viele Autoschätze mehr.

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Ja. Das Auto kann schließlich nichts für seine Vorbesitzer und deren Tun.
Nein. Ich hätte ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, mich mitschuldig zu machen.

Fazit

RM Sotheby's ging nicht gerade transparent mit dem Ursprung der Elkhart Collection um. Aber was soll's: Die Autos konnten schließlich nichts für ihren scheinbar etwas zwielichtigen Vorbesitzer. Interessante Modelle waren bei der Auktion allemal dabei. Und eine spannende Historie ist dem Wert eines Autos ja meist zuträglich. Was die erzielten Preise definitiv vermuten lassen.

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