Klassiker als Outlaw mit Allrad

Porsche 356 C4S von Emory Motorsports

Porsche 356 C4S Emory Motorsports Outlaw Tuning Allrad Foto: ampnet / Emory Motorsports

Die Firma Emory Motorsports aus den USA rüstet Ihren klassischen Porsche 356 auf Wunsch mit Allradantrieb aus. Dazu kommen ein ganz spezieller Look, der Titel 356 C4S und ein Leistungsgewicht von 4,8 Kilo pro PS.

Ja, natürlich werden Traditionalisten jetzt wieder Sturm laufen, weil man einem Klassiker so etwas ja nicht antun dürfe. Aber ganz im Ernst? Die Emory-Porsches sind doch echte Sahnestücke, wenn wir mal ehrlich sind. Die Firma Emory Motorsports aus den USA designt klassische Porsche im historischen Rallye- oder Racing-Look. Die Silhouette der Autos bleibt weitestgehend unangetastet, die fahrdynamikrelevante Teile werden dagegen so richtig angefasst. Ihre Modelle nennt die Firma „Emory Outlaw“. Darunter können neben Coupés auch Roadster- oder Speedster-Modelle sein.

Porsche 356 C4S Emory Motorsports Outlaw Tuning Allrad Foto: ampnet / Emory Motorsports
Im Cockpit werden grünes Leder und Teppichboden verarbeitet. Das Lenkrad stammt von Momo, ein demontierbarer Überrollkäfig ist ebenfalls an Bord.

Die Konstruktion der jüngsten Kreation hat schlappe vier Jahre beansprucht. Ein Kunde hatte sich Allradantrieb für seinen Porsche 356 von 1964 gewünscht, um damit im Winter in das eine oder andere Skigebiet fahren zu können. Dazu hat das Emory-Team dem Klassiker den Allrad-Antriebsstrang eines 911 (964) verpflanzt. Die Tüftler hatten dabei das ambitionierte Ziel, alle originalen Verbindungspunkte zwischen Karosserie und Chassis beizubehalten. Aus diesem Grund wurde der Antriebsstrang – der jetzt zudem über ein Rallye-Differenzial verfügt – so gekürzt, dass er zum Radstand des 356 passt. Mit aus dem 911 übernommen wurde das Fünfgang-Handschaltgetriebe.

Motor nach 911-Vorbild

Porsche 356 C4S Emory Motorsports Outlaw Tuning Allrad Foto: ampnet / Emory Motorsports
Der 2,4-Liter-Vierzylinder im Heck leistet 200 PS und wird von Emory in Kooperation mit Rothsport Racing gebaut.

Was nicht übernommen, sondern gänzlich neu konstruiert wurde, ist der Motor, denn den baut Emory Motorsport gemeinsam mit Rothsport Racing in Eigenregie. Es handelt sich dabei um einen Aluminium-Vierzylinder mit Trockensumpfschmierung, zwei Weber-Vergasern und 2,4 Litern Hubraum. Output des Outlaws: 200 PS bei 975 Kilo Fahrzeuggewicht (4,9 Klio pro PS). Die Maschine sitzt in einem dezent verbreiterten Heck und ist in ihrer Architektur dem 964er-Modell des Elfer nachempfunden. Im Prinzip ein verkürzter 911-Motor. Die Konstruktion ist laut eigenen Angaben so nahe am Original, dass Kurbel- und Nockenwelle auch wunderbar mit Porsche OEM-Teilen harmonieren.

Wer seinen 356 auf die Spitze treiben möchte, blättert sich noch ein wenig weiter durch das Angebot von Emory Motorsport, um dann auf dem Emory RS zu treffen. Liebevoll mit „GT356RS“ gelabelt. Der soll nochmal knackiger ums Eck gehen, als die Autos der Emory Outlaw-Serie – auf jeden Fall ist der Look dezent extremer. Jedes Fahrzeug, das die Halle verlässt, ist ein Kundenauftrag, der eine vorhergehende Restauration der Basis, eines 356, voraussetzt. Das Ergebnis können Sie in unserer Bildergalerie von allen Seiten bewundern.

Outlaw mit Allrad: Porsche 356 C4S

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