Porsche 911 Turbo 3.3 Fuchsfelge A. Rivas
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Fuchsfelge-Historie

Mit dem 911 fing alles an

Audi Quattro, Mercedes S-Klasse und BMW i3 rollen auf Rädern von Fuchs. Das erste Auto mit der geschmiedeten Fuchsfelge war 1965 der Porsche 911. Heute schmiedet die Firma 2,5 Millionen Räder im Jahr.

Wenn Autokenner von Füchsen, Barockfelgen oder Kanaldeckeln sprechen, meinen sie immer eine Felge des Herstellers Otto Fuchs. Die Firma aus Meinerzhagen schmiedete das erste ungeteilte, nicht geschweißte und nicht genietete Rad. Es war die Felge für den ersten Porsche 911. Geschmiedet sollte das Rad sein, nicht gepresst. Porsche wurde bei Otto Fuchs vorstellig: Die Firma presst seit den 1930er-Jahren Aluminiumteile für die Luft- und Raumfahrt. Seit den 1920er-Jahren liefert Otto Fuchs Messingpressteile an die Auto- und Motorradindustrie.

Erstes Schmiederad für den Porsche 911

Die Fuchsfelge hat jedoch nicht nur Fans, die sich 2019 in Meinerzhagen getroffen haben, sondern auch ein Geburtsdatum: Am 13. Februar 1965 entsteht die erste Skizze. Die Feinheiten des Designs werden am 4. Mai anhand von Holzmodellen in Zuffenhausen gemeinsam mit Ferdinand Alexander Porsche und seinem Team besprochen. Als Urheber der endgültigen Gestalt gilt Heinrich Klie.

Premiere auf der IAA 1965

Porsche 911 2.0 Targa F-Modell Soft-Window
Max Mallen/Porsche
Die Fuchsfelge hat 1965 auf dem 911 Targa Premiere.

Das Rad der Größe 4,5 x x15 Zoll hat, auf einen Porsche 911 Targa montiert, während der IAA 1965 Premiere. Das Publikum reagiert positiv, Porsche bestellt für das Jahr darauf 5.000 Räder. Bis 1989 gehört die Fuchsfelge zum 911 – und darüber hinaus zu Porsche: Der 944 steht auf Schmiederädern der Marke und für das Jubiläumsmodell „50 Jahre 911“ entsteht eine modernisierte 19-Zoll-Version des klassischen Rades. Bis heute können Porsche-Fahrer die Retro-Fuchsfelge direkt beim Hersteller neu kaufen – oder alte Räder aufbereiten lassen.

Barockfelge: erstes Großserien-Schmiederad 1972

Mercedes S-Klasse, W116, Werbung
Daimler AG
Gehören ganz selbstverständlich zur S-Klasse der Baureihe W 116: selbstbewusste Werbung und die Barockfelge.

Was heute üblich ist, war 1972 noch gar nicht so weit verbreitet: Selbst Autos der Luxusklasse sollten häufig mit Stahlrädern und Radkappen aus Blech vom Band. Das erste Leichtmetall-Schmiederad kommt 1972 auf der Mercedes S-Klasse der Baureihe W 116. Die 15-Zoll-Barockfelge passt perfekt zum „besten Auto der Welt“ und verleiht auch dem eine Klasse kleineren W 123 ein stämmigeres Aussehen sowie stabileres Fahrverhalten-Tuning auf die dezente Art.

Sportliche Kanaldeckel in den 80er-Jahren

Ob Audi Quattro, BMW M5 oder Opel Kadett GTE: Diese drei sportlichen Autos fahren mit Fuchs-Rädern durch die Gegend. Auch für den ersten sportlichen Werks-Mercedes liefert Fuchs das Rad: Die 15-Loch-Räder auf dem 190E 2.3-16 kommen aus Meinerzhagen. Fans nennen die Räder „Kanaldeckel“. Was leicht und stabil ist, eignet sich vor allem für sportliche Autos: Zum Beispiel BMW E46 M3 und Porsche 911 Turbo 997, die mit schlanken Bicolor-Rädern vorfahren.

Leichtbau von den 90ern bis heute

BMW i3
Archiv
Der BMW i3 rollt ausschließlich auf Fuchsfelgen.

Doch auch Spritspar- und Leichtbauhelden rollen auf Fuchs-Rädern: Das 7 x 16 Zoll große Leichtbau-Schmiederad für den ersten Audi A8 wiegt gerade mal 6,1 Kilogramm. Für den A2 3L baut Fuchs ein 4,4 Kilogramm leichtes 14-Zoll-Rad. Beide Autos beweisen mit ihrem Aluminium Space Frame Leichtbau-Ehrgeiz. Heute ist das 15-Zoll-Rad für den Mini das leichteste Rad im Fuchs-Programm: Es wiegt 4,95 Kilogramm. Dieses Gewicht untertrifft der Radsatz des BMW i3 allein schon wegen der schieren Größe nicht: Das 19-Zoll-Rad wiegt mit 8,2 bis 8,67 kg jedoch immer noch weniger als 10 Kilogramm.

Fazit

Fuchs schmiedet seit 1965 Räder, vor allem für sportliche Autos. Die Reihe der Autos auf Fuchsfelgen reicht vom ersten Porsche 911 bis zur neuen Renault Alpine. Der BMW i3 rollt sogar ausschließlich auf Fuchsfelgen.

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