Mercedes-Benz 560 SEL Frank Herzog
Mercedes-Benz 560 SEL, Baujahr 1986
Mercedes-Benz 560 SEL, Baujahr 1986
Mercedes-Benz 560 SEL, Baujahr 1986
Mercedes-Benz 560 SEL, Baujahr 1986, 560-SEL-Emblem
Mercedes-Benz 560 SEL, Baujahr 1986, Motor 24 Bilder

Kaufberatung Mercedes 380 SE-560 SEL (W 126)

Kein Rost-Verächter - die W 126-S-Klasse

Erst die Achtzylinder-Modelle des W126 bieten jenen souveränen Antriebskomfort, den man von einer S-Klasse erwartet. Technisch entpuppt sich die Elektronik als Achillesferse. Karosserieseitig gibt es zahlreiche Schwachstellen.

Karosserie-Check

Der Rost beginnt bei dem Mercedes W 126 an den Radläufen und Türen über der Oberkante der Sacco-Bretter. Die Kotflügel sind unter dem Blinkergehäuse vorn oft angenagt. Im Motorraum nistet sich die braune Pest gern auf den Stehblechen unter den Scheinwerfern ein. Oft sind auch die hinteren unteren Scheibenrahmen befallen, deshalb ist diese Partie gründlich bei geöffnetem Kofferraumdeckel zu inspizieren. Im vorderen Radhaus der Mercedes W 126 wütet der Rost im Bereich der Aussparungen für die Spurstangen. Ebenso sind die Schweller samt Wagenheberaufnahmen häufig betroffen. Auch die hinteren Seitenteile rosten gerne durch.

Technik-Check

Die V8-Alu-Motoren des Mercedes W 126 waren in der Haltbarkeit nur anfangs kritisch, bis das Beschichtungsverfahren für die Zylinderlaufbahnen ausgereift war und die Nockenwellen besser gehärtet waren. Ein Problem vor allem im Alter sind aber die Kunststoff-Gleitschienen für Steuerketten und Kettenspanner, die manchmal ohne Vorankündigung brechen. Ein kapitaler Motorschaden kann die Folge sein. Fachleute empfehlen einen vorbeugenden Austausch. Der Mengenteiler der K-Jetronic ist ebenfalls ein Schwachpunkt. Die Mercedes W 126-Automatikgetriebe müssen saubere Schaltpunkte aufweisen. Zu großes Lenkspiel wird oft bemängelt.

Preise

Bei Einführung 1979 (Mercedes-Benz 500 SEL)
56.200 Mark
Bei Produktionsende 1991 (Mercedes-Benz 560 SEL)
141.600 Mark

Ersatzteile

Abgesehen vom Flaggschiff 560 SE/SEL/SEC sind vor allem sehr gute Erstserien-Exemplare gesucht, in so genannten Fehlfarben und mit viel Ausstattung. Preislich fährt der W 126 allmählich aus der Talsohle, ja er überflügelt sogar in Preis und Publikumsgunst den W 116. Die Ersatzteillage ist zumindest bei der 2. Serie fast so problemlos wie bei Neuwagen.

Schwachpunkte

  1. Kotflügel vorn, Sacco-Bretter
  2. Radhäuser rundum
  3. Radläufe, hinteres Seitenteil
  4. Stoßfänger (Durchrostung)
  5. Heckscheibenrahmen
  6. Schweller u. Wagenheberaufn.
  7. Mengenteiler K-Jetronic
  8. Steuerketten-Gleitschienen
  9. Traggelenke, Lenkgetriebe
  10. Verbrauchtes Interieur
Mercedes-Benz 380 SE-560 SEL (126)

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Erst die Achtzylinder-Modelle des W126 bieten jenen souveränen Antriebskomfort, den man von einer S-Klasse erwartet. Technisch entpuppt sich die Elektronik als Achillesferse. Karosserieseitig gibt es zahlreiche Schwachstellen.

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