Lamborghini Miura P400 S Millechiodi (1968) Kidston
Lamborghini Miura P400 S Millechiodi (1968)
Lamborghini Miura P400 S Millechiodi (1968)
Lamborghini Miura P400 S Millechiodi (1968)
Lamborghini Miura P400 S Millechiodi (1968) 10 Bilder

Lamborghini Miura P400 S Millechiodi

Diesen Miura gibt es nur ein Mal

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Stärkerer Motor, lauterer Auspuff, Frontspoiler: Diesen Miura baute Lamborghini nur ein Mal als Ersatz für den extremen Jota. Jetzt steht der Millechiodi frisch restauriert zum Verkauf.

Millechiodi heißt übersetzt tausend Nägel und ist ein Hinweis, dass dieser Lamborghini Miura P400 S etwas Besonders ist: Der Name kommt von den Nieten rund um die Lüftungsöffnungen. Der Millechiodi ist stärker, spektakulärer und seltener als jeder andere Miura. Als Chassis Nummer 4302 in Blu Notte 1969 an den Turiner Lamborghini-Händler ausgeliefert und 1971 an eine Dame verkauft, sollte 1975 nach weiteren Besitzerwechseln das zweite Leben von „4302“ beginnen: Der Miura Jota des Mailänder Geschäftsmanns Walter Rochi war verunfallt, nachdem er ihn verkauft hatte. Der Jota war ein extremes Einzelstück mit 440 PS starkem V12, leichterer Karosserie und Tanks in den Türen.

Umbau zum Millechiodi

Ronchi wollte Ersatz und investierte 4,5 Millionen italienische Lire in den Umbau des P400 S. Der Motor bekam größere Kolben, Ventile mit größerem Durchmesser und schärfere Nockenwellen sowie einen Auspuff, wie ihn der Jota hatte. Statt 3,9 Litern beträgt der Hubraum des quer eingebauten Mittelmotor-V12 nun 4,1 Liter. An die Front kam ein gewaltiger Spoiler, die Schweinwerfer wurden steiler gestellt und kamen unter Plexiglas. Die Karosserie bekam genietete Lüftungsöffnungen und Lack in British Racing Green. Statt der Rechteck-Rückleuchten kamen doppelte runde Lampen ans Heck – der Millechiodi sieht auf den ersten Blick anders aus als andere Miura.

Lamborghini Miura P400 S Millechiodi
4:21 Min.

Restaurierung für 290.000 Euro

Am 3. April 1979 übernahm ein Sammler aus Norditalien den Miura. Der ließ ihn 1989 für 30 Millionen Lire überholen. Nachdem der Sammler gestorben war, wurde der Millechiodi 2001 in Monaco an einen Schweizer Sammler versteigert. Der ließ das Auto überholen und nach Großbritannien bringen. Seit 2015 ist das Auto beim aktuellen Besitzer, der den Miura bei Experten in Modena restaurieren ließ und nun verkaufen will. Laut Kidston kostete die Restaurierung 290.000 Euro.

Fazit

Mit dem Millechiodi steht ein interessantes Einzelstück aus der wilden Anfangszeit von Lamborghini zum Verkauf. Schon ein P400 S, der als Basis für den Umabu diente, hat einen Wert von 1,45 Millionen Euro. Ein SVJ kommt auf 2,1 Millionen.

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