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Racing Point

Force India startete 2008 mit großen Ambitionen. Der Erfolg ließ aber zunächst lange auf sich warten. Mittlerweile hat sich der Rennstall in der Formel 1 etabliert. Seit 2019 segelt man unter neuem Namen: Racing Point.

Force India startete zwar erst 2008 unter dem neuen Namen in der Formel 1, der Rennstall hat aber bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich. 2005 hieß das Team noch Jordan, ein Jahr später Midland, 2007 führte Spyker die Geschäfte. Nach finanziellen Problemen übernahm ein Konsortium rund um den ehemaligen Team-Direktor Michiel Mol und dem indischen Geschäftsmann Vijay Mallya den Rennstall und sorgte für eine erneute Umbenennung.

Neben dem Gräfelfinger Adrian Sutil, der bereits bei Spyker unter Vertrag stand, wurde zunächst der erfahrene Giancarlo Fisichella verpflichtet. In einer pompösen Präsentations-Zeremonie in Bombay stellte Force India vor der Saison 2008 das neue Team und das neue, von einem Ferrari-Kundenmotor angetriebene, Auto vor. Doch schon zu Saisonbeginn wurde schnell klar, dass die hohen Erwartungen nicht gehalten werden konnten.

Schwieriger Start für Force India

Nach dem Rückzug des finanziell angeschlagenen Super Aguri-Teams fand sich Force India zumeist ganz hinten in der Startaufstellung wieder. Einzige Ausnahme in der Saison 2008 war das Rennen in Monte Carlo. Nach einigen Crashs und Safety-Car-Phasen stand Adrian Sutil kurz vor dem Ende plötzlich auf einem sicheren Punkteplatz vier. Doch zehn Minuten vor dem Ende zerplatzte der Traum, als der Deutsche von Kimi Räikkönens Ferrari abgeschossen wurde und ausfiel.

Es sollte die einzige Chance auf Punkte in der Saison bleiben. Ohne einen einzigen Zähler blieb Force India nur der letzte Platz in der Konstrukteurswertung. Der Misserfolg wurde allerdings nicht den Piloten angelastet und so wurde bereits während der Saison die Vertragsverlängerung mit Fisichella und Sutil bekanntgegeben.

Mit Mercedes kommt der Aufschwung zu Force India

2009 gelang dem kleinen Force India-Team endlich der Durchbruch. Nach eher mäßigen Leistungen zu Beginn der Saison zeigte Force India vor allem auf schnellen Strecken sein Potenzial. Die Partnerschaft mit Mercedes im Antriebsbereich trug beim GP Belgien erste Früchte. In Spa schrammte Giancarlo Fisichella nur haarscharf an der ganz großen Sensation vorbei. Nach der ersten Pole Position wurde er im Rennen nur knapp von Kimi Räikkönen geschlagen.

Adrian Sutils Sternstunde folgte in Monza als auch er mit Rang vier etwas Zählbares zum Punktekonto beitrug. Neben Sutil durfte Tonio Liuzzi im letzten Saisondrittel das zweite Stammcockpit einnehmen, nachdem Giancarlo Fisichella zu Ferrari wechselte um dort den verletzten Felipe Massa zu ersetzen.

Sutil verpasst Top Ten-Ergebnis knapp

Die Saison 2010 begann ebenfalls vielversprechend. Adrian Sutil bescherte Force India im allerersten Freien Training in Bahrain eine Bestzeit. Ganz nach vorne ging es zwar nicht, Force India wurde allerdings ein regelmäßiger Punktekandidat. In der zweiten Hälfte knickte die Formkurve etwas nach unten. Die Konkurrenz entwickelte einfach schneller. Am Ende verpasste Adrian Sutil den lange anvisierten Top Ten-Platz. Mit Rang sieben in der Teamwertung feierte Force India allerdings einen neuen Bestwert.

Der Aufwärtstrend wurde auch 2011 mit dem Fahrerduo Adrian Sutil und Paul di Resta fortgesetzt. Zwar verpasste man erneut die Podiumsplätze, war dafür aber regelmäßig in den Punkten vertreten. Nach einem mäßigen Saisonstart sicherte sich Force India am Ende Rang sechs im Konstrukteurspokal. Parallel dazu bekam der Rennstall einen neuen Mitbesitzer. Subrata Roy sicherte sich mit seiner Sahara Gruppe 42,5 Prozent der Teamanteile.

Sutil und Hülkenberg kommen und gehen

Für Adrian Sutil war die Beziehung mit dem Rennstall dagegen nach sechs Jahren beendet. Obwohl der Wahlschweizer mit guten Ergebnissen in der zweiten Saisonhälfte maßgeblichen Anteil am sportlichen Erfolg hatte, musste er das Team verlassen. Als neuer Teamkollege für 2012 wurde Nico Hülkenberg vorgestellt. Die Entscheidung sollte die Teamführung nicht bereuen.

Hülkenberg hatte Di Resta 2012 meist im Griff. Der ganz große Durchbruch blieb allerdings aus. Regelmäßige Punkteplätze reichten im Kampf um Platz fünf in der Teamwertung gegen Sauber und Mercedes nicht aus. Im letzten Rennen hätte Hülkenberg beinahe die große Sensation schaffen können. Doch beim Duell um den Sieg krachte er in Lewis Hamilton und landete am Ende nur auf Rang fünf.

Für die Saison 2013 musste Force India personell wieder umstrukturieren. Hülkenberg verließ Force India nach nur einer Saison im Stammcockpit Richtung Sauber. Dafür kehrte Adrian Sutil nach einem Jahr Pause wieder zurück. Der VJM05 präsentierte sich zu Saisonbeginn sehr konkurrenzfähig. Vor allem die sensiblen Pirelli-Reifen passten zur Fahrzeug-Charakteristik. Oftmals verhinderten allerdings kleine Defekte oder Kollisionen bessere Ergebnisse.

In der zweiten Saisonhälfte zeigte die Formkurve dann nach unten und der bereits sicher geglaubte 6. Platz in der Teamwertung geriet noch einmal in Gefahr. Am Ende blieb Force India aber 20 Punkte vor Sauber. Für die Saison 2014 kündigte Vijay Mallya einen Neustart an. Die beiden Stammpiloten Sutil und Di Resta mussten den Rennstall verlassen. Dafür kam Nico Hülkenberg von Sauber zurück. Mit Ex-McLaren-Pilot Sergio Perez kam zudem ein Fahrer, der auch noch ein paar Sponsoren im Gepäck hat.

Force India wird zu Racing Point

Wichtiger als die Fahrer erwies sich zunächst allerdings der neue Motor von Mercedes. Wie Williams und McLaren profitierte auch Kunde Force India von dem überlegenen Triebwerk. Dazu hatte man ein gutmütiges und zuverlässiges Auto gebaut, das in der ersten Saisonhälfte ausreichte, um regelmäßig um Podiumsplätze zu kämpfen. Wegen kleinerer Fehler sprang am Ende „nur“ ein Pokal für den dritten Platz von Perez in Bahrain raus.

Hülkenberg glänzte nicht mit Spitzenresultaten, dafür überzeugte er mit regelmäßigen Punkteankünften. In der zweiten Saisonhälfte hatten beide Piloten deutlich mehr zu kämpfen. Die Konkurrenz holte auf. Bei Force India zündeten die Update-Stufen nicht wie geplant. Am Ende fiel man in der Teamwertung auf Rang 6 hinter McLaren zurück. Trotzdem konnte das Jahr als Erfolg verbucht werden.

Eigentlich wollte man in der Saison 2015 die Top-Teams angreifen, doch nach der Winterpause legte Force India einen Fehlstart hin. Wegen Problemen mit der Fertigung wurde das Auto erst zum letzten Test in Barcelona fertig. Die reduzierte Vorbereitung spiegelte sich in einer schwachen Pace zu Saisonbeginn wieder.

Erst zur Saisonmitte in Silverstone war ein großes Technik-Update fertig, mit dem man eigentlich schon in das Jahr starten wollte. Immerhin zeigte der Umbau zur B-Version Wirkung. Force India legte an Speed zu und lieferte in der zweiten Saisonhälfte regelmäßige Top-Ten-Ergebnisse ab. In Russland fuhr Perez sogar aufs Podium. Der eigene Punkterekord aus der Vorsaison konnte zwar nicht geknackt werden, dafür landete Force India in der Teamwertung auf Rang 5 – so weit oben wie nie zuvor.

Auch 2016 sollte der Aufwärtstrend anhalten. Dank einer starken zweiten Saisonhälfte konnte sich das kleine Team gegen Williams durchsetzen und Rang 4 erobern. Nur die drei Top-Teams Mercedes, Red Bull und Ferrari waren besser. Nach der großen Regelreform konnte dieses Kunststück sogar noch einmal wiederholt werden. Mit weitem Abstand distanzierte Force India seine Verfolger, von denen viele ein weitaus größeres Budget zur Verfügung hatten.

2018 war ein schwieriges Jahr. Die Not von Besitzer Mallya wurde größer, was sich auch auf die Teamfinanzen auswirkte. Mitte 2018 kam es zum Besitzerwechsel. Eine Gruppe um Milliardär Lawrence Stroll übernahm das Kommando. Die WM-Punkte, die das Team bis zur Sommerpause erobert hatte, wurden gestrichen. Trotzdem reichte es noch zum siebten Platz in der Team-WM. Force India heißt jetzt Racing Point.

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