Sebastien Ogier - WRC - 2019 Motorsport Images
Sebastien Ogier - DTM-Test - Mercedes - 2018
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Citroen steigt aus Rallye-WM aus

Schwarzer Peter für Ogier

Citroën hat offiziell den Ausstieg aus der Rallye-WM bekanntgegeben. Damit sind 2020 nur noch Toyota, Hyundai und M-Sport mit eigenen WRC-Autos am Start.

Am Rande der am Wochenende abgesagten Australien-Rallye wollten die Verantwortlichen von Citroën das bevorstehende Rallye-WM-Aus noch nicht bestätigen. Am Mittwoch (20.11.2019) wurde nun offiziell der Stecker gezogen, obwohl das Programm eigentlich bis 2020 laufen sollte.

In der Pressemitteilung zum Ausstieg schob das Werksteam seinem Fahrer Sébastien Ogier den schwarzen Peter zu: „Citroën Racing hatte sich mit zwei C3 WRC und den Crews Ogier/Ingrassia sowie Lappi/Ferm für zwei Jahre verpflichtet. Aber ohne Sébastien Ogier und ohne die Möglichkeit einen anderen Weltklasse-Fahrer zu bekommen, hat sich Citroën nun dazu entschieden, das WRC-Programm vorzeitig einzustellen.“

Wohin geht Ogier?

Noch vor wenigen Tagen hatte man bei Citroën erklärt, dass man mit Ogier über eine weitere Zusammenarbeit rede. Diese Gespräche sind nun offenbar endgültig gescheitert. Wohin der sechsfache Weltmeister wechseln wird, steht noch nicht fest. Da Hyundai mit Ott Tänak gerade erst den frischgebackenen Champion verpflichtet und M-Sport eine Rückkehr von Ogier ausgeschlossen hat, bleibt eigentlich nur ein Wechsel zu Toyota.

Sebastien Ogier - WRC - 2019
Motorsport Images
Citroen schiebt Sebastien Ogier die Schuld für den Ausstieg in die Schuhe.

Citroën-Vorstandschefin Linda Jackson bedauerte den Ausstieg: „Wir haben natürlich nicht gewollt, dass es zu dieser Situation kommt. Aber wir konnten uns nicht vorstellen, die Saison 2020 ohne Sébastien zu bestreiten. Ich bedanke mich beim ganzen Citroën Racing Team für ihren Leidenschaft und ihren Einsatz. Ein Teil der Citroën-DNA ist immer mit dem Rallye-Sport verbunden.“

Was wird aus Lappi?

Da Ogier nun scheinbar freiwillig das Weite gesucht hat, ist unter dem Citroën-Fahrerpersonal vor allem Esapekka Lappi der große Verlierer. Der finnische Youngster war erst vor der Saison 2019 von Toyota zu Citroën gewechselt und muss sich nun kurzfristig ein neues Cockpit suchen.

Lappi selbst hat die Entscheidung entsprechend kalt erwischt: „Da gibt es nichts Schönzureden, das sind sehr schlechte Nachrichten für mich, für uns und die ganze Rallye-Familie. Es tut mir für die Belegschaft und die Fans leid. Aber da kann man nichts machen. Ich habe schon begonnen, nach einem neuen Cockpit für die nächsten Jahre zu suchen. Es bleibt nicht viel Zeit, aber ich habe ein starkes Team um mich herum.“

Das Kundensport-Programm mit dem C3 R5 sind vom WRC-Ausstieg übrigens nicht betroffen. Es soll laut Ankündigung der Verantwortlichen in Zukunft sogar noch einmal verstärkt werden. Ebenfalls intensivieren will man die Marketing-Aktivitäten in Sachen Elektro-Autos. Schon vergangene Woche hatte mit Peugeot eine andere Marke aus dem PSA-Konzern überraschend die Rückkehr in Königsklasse von Le Mans bekanntgegenben.

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