Citroen

Werksrückkehr 2007

Foto: Citroen

Mit zwei völlig neuen Wagen vom Typ Citroen C 4 WRC und mit Doppel-Weltmeister Sebastien Loeb als Speerspitze wird Citroen werksseitig ab 2007 wieder in der Rallye-Weltmeisterschaft antreten.

Nach Bekanntgabe der wichtigsten neuen technischen und sportlichen FIA-Richtlinien für die Austragung der künftigen Rallye-Weltmeisterschaft am Mittwoch (26.10.) - deren Hauptziel eine bedeutende Kostensenkung in allen Bereichen ist – reagierte Citroen so, wie es die Rallye-Welt erwartete.

Guy Frequelin, Sportchef des Rallyeteams, verkündete: "Die Entscheidung, an der Rallye-WM ab 2007 werksseitig wieder teil zu nehmen, wurde schnell gefasst. Die neuen Regeln erlauben es uns, mit einem um 50 Prozent gesenkten Budget auszukommen. Eine bessere Entscheidung hätte unsere Direktion nicht fällen können – ich bin hoch erfreut.“

Im November 2004 hatte PSA-Chef Jean Martin Folz noch verlautbaren lassen, dass sich die unter dem gleichen Dach angesiedelten Teams von Peugeot und Citroen aus Kostengründen von der Rallye-WM verabschieden müssten. Während man sich bei Peugeot relativ schnell entschied, einen Diesel-Rennwagen für Le Mans und ähnliche Rennen zu entwickeln, ging man bei Citroen in vorsichtige Wartestellung.

Guy Frequelin: "Wir haben eigentlich immer gewusst, dass der Rallyesport der ideale Sport für unsere Marke ist. Rallies passen am besten zu unserer Philosophie – und der Gewinn diverser Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeisterschaften in den letzten drei Jahren unterstreicht das.“

Man wird Kosten sparen – 25 Team-Mitglieder wurden schon 2004 frei gestellt, 51 weitere werden folgen – und sich auf den Bau des neuen Typs C 4 WRC konzentrieren. Dass die Entwicklung jenes Autos schon in aller Stille begonnen hat, daran zweifelt unter Eingeweihten niemand.

Die erfolgreiche Weltmeister-Paarung Sebastien Loeb und Daniel Elena wird im Jahr 2006 gewissermaßen "geparkt"„ – also bei einem Citroen-Privatteam untergebracht, das weiterhin die bewährten Xsara einsetzen soll. "Es wird ein Team sein, bei dem Sebastien die Möglichkeit hat, seinen Weltmeistertitel zu verteidigen. In Frage kommen derzeit das belgische Team Kronos – das viel Erfahrung hat – und Oreca aus Frankreich. Auf der Anwärterliste steht auch noch die spanische Equipe von Piedrafita", erläutert Teamchef Guy Frequelin.

Die Entscheidung für eines der Teams wird in den nächsten Tagen fallen – und auch jene, welche Werks-Ingenieure zusammen mit den Xsaras an die Privatteams ausgeliehen werden. Denn, so Frequelin: "Solche Rallye-Boliden kann man nicht ohne spezielle Betreuung in die Prärie schicken!“

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