Colin McRae

Unglück wirft weiter Fragen auf

Foto: x-Raid 93 Bilder

Die endgültige Unfallursache ist nicht festzustellen - so lautet das Untersuchungsergebnis zum Hubschrauberabsturzes von Colin McRae. Beim Unglücksflug war der Schotte ohne gültige Lizenz in der Luft.

Der schottische Rallye-Weltmeister war im September mit seinem Helikopter abgestürzt und kam zusammen mit drei weiteren Insassen ums Leben. Nun haben die britischen Ermittler ihren Untersuchungsbericht zum Unfallhergang veröffentlicht.

Video deckt interessante Details auf

Dank eines Videos, das McRaes Freund Graem Duncan während der letzten Minuten im Hubschrauber aufgenommen hatte, konnten zumindest einige Details des Unglücksfluges geklärt werden. So soll McRae den Helikopter mit rund 240 km/h durch ein enges Tal gesteuert haben. Durch den Rückenwind dürfte die Geschwindigkeit sogar noch höher, bei ca. 276 km/h (150 Knoten) gelegen haben, so die Ermittler.

Diese Flugübung sei nach Einschätzung der Experten nicht ganz risikolos: "Er flog ein schwieriges Manöver, als er versuchte, mit hohem Speed und relativ niedriger Höhe in das Tal zu fliegen", heißt es im Bericht. Nach Ansicht der Ermittler habe McRae die Maschine damit in Gefahr gebracht: "Der Pilot brachte seinen Hubschrauber in eine Lage, in der es kaum Spielraum für Fehler gab und in der man kaum mehr auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren kann."

Unfallhergang weiter ungeklärt

Allerdings machten die Spezialisten der Flugunfall-Untersuchungsbehörde klar, dass diese Manöver nicht zwangsläufig auch die Ursache für den Crash und den anschließenden Brand waren. Auch der Zusammenprall mit einem Vogel könnte demnach für den Absturz verantwortlich gewesen sein.

Klar sei allerdings, dass die Fluglizenz des Rallye-Stars bereits im Februar 2005 abgelaufen war. Auch die spezielle Lizenz zur Steuerung seines Eurocopters "Squirrel" war nur bis zum März 2007 gültig. Warum der Schotte die Lizenzen nicht verlängert hatte bleibt unklar.

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