Die Rückkehr der Schotterspione

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Bei einem Treffen in Paris hat die Welt-Rallye-Kommission eine Reihe neuer Regelvorschläge eingebracht. Die verbotenen Schotterspione kehren bei den beiden Asphalt-Rallyes im Herbst zurück. Zudem wurde ein provisorischer Kalender verabschiedet.

Die schweren Unfälle bei der Deutschland-Rallye brachten den Stein ins Rollen: Viele Fahrer beklagten, die Unfälle wären mit dem Einsatz bewährter Schotter-Spione, die eine etwa Stunde vor den Teilnehmern die Strecken abfahren und besonders glatte oder gefährliche Stellen im Aufschrieb markieren, nicht passiert.

Die aus Kostengründen vom Sportverband FIA verbotenen Gravel Crews sollen bei den verbleibenden Asphalt-Rallyes in Korsika und Spanien wieder erlaubt werden. Für das Jahr 2005 soll in Rücksprache mit den Topfahrern eine einzelnes Sicherheitsfahrzeug mit erfahrener Besatzung die Prüfungen vor den Teilnehmern abfahren und die gewonnen Erkenntnisse allen Teams zur Verfügung stellen. Um die Kosten weiter zu senken, soll zudem die Zahl der Mechaniker pro Team begrenzt werden.

Superallye-System modifiziert

Das 2004 zur Probe laufende Superallye-System, nach dem ausgefallene Teilnehmer am folgenden Tag wieder antreten dürfen, wird modifiziert. Statt für jeden Tag einzeln Punkte zu vergeben, soll ein Team am Tag nach seinem Ausfall wieder starten dürfen, aber pro nicht beendeter Wertungsprüfung eine Zeitstrafe von fünf Minuten erhalten.

Beim Kalender wird alles nahezu beim alten bleiben. Alle 2004 angesetzten WM-Rallyes sind auch für 2005 vorgesehen. Der deutsche WM-Lauf steht damit nicht in Frage. Die einzig nennenswerte Änderung ist der Wechsel der Rallye Italien vom Oktober ins April-Ende.

Der provisorische Kalender 2005:

20.-23. Januar: Monte Carlo
10.-13. Februar: Schweden
10.-13. März: Mexiko
7.-10. April: Neuseeland
28.4.-1.5.: Italien
12.-15. Mai: Zypern
26.-29. Mai: Türkei
16.-19. Juni: Griechenland
7.-10. Juli: Argentinien
4.-7. August: Finnland
25.-28. August: Deutschland
15.-18. September: Großbritannien
29.9.-2.10.: Japan
13.-16. Oktober: Korsika
27.-30. Oktober: Spanien
10.-13. November: Australien

Alle vorgeschlagenen Änderungen werden am 13. Oktober dem FIA-Weltrat zur endgültigen Absegnung vorgeschlagen.

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