Duval vor dem Rauschmiss?

Foto: Citroen 29 Bilder

Citroen-Werksfahrer Francois Duval steht nach dem fünften Ausrutscher dieser Saison ohne Beifahrer da. Copilot Stéphane Prevot weigert sich, noch einmal bei dem jungen Belgier einzusteigen. Damit steht auch die Zukunft Duvals auf der Kippe.

Prevot teilte Teamchef Guy Fréquelin kurz vor der Siegerehrung der Zypern-Rallye mit, dass er kein Vertrauen mehr zu seinem Piloten habe und zukünftig nicht mehr das Cockpit mit seinem Landsmann teilen will. Zum fünften Mal in dieser Saison war Duval am Samstag (14.5.) von der Strecke abgekommen, wobei der Xsara nach einem Überschlag und zwei Baumtreffern zum Stehen kam und Feuer fing. Die Unfallserie nahm ihren Anfang in Monte Carlo. Dort traf Duval am ersten Tag breitseits einen Telefonmast. Prevot musste mit Rückenbeschwerden geborgen werden.

"Stéphanes Entschluss ist für mich noch sehr neu. Ich werde morgen eine Entscheidung treffen und dann bekannt geben“, teilte Fréquelin auf der Sieger-Pressekonferenz in Limassol mit. Dabei reicht die Bandbreite von der Suche nach einem neuen Copiloten bis zum Austausch des Fahrers. "Alles ist möglich“, sagt Fréquelin.

Guy Fréquelin: "Stohl hat Verträge“

Der Teamchef machte in Zypern keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, dass Citroen trotz Loebs viertem Sieg lediglich zwei Punkte in der Marken-Wertung auf Peugeot gutmachen konnte: "Für Francois wäre es am zweiten Tag leicht gewesen, seine Position auf einem sicheren Punkterang zu verteidigen.“

Die Idee, den in Zypern überraschend zweitplatzierten Manfred Stohl kurzfristig ins Werksteam zu berufen, verwarf Fréquelin: "Manfred hat Verträge mit seinem Sponsor.“ Auch der Vorschlag, den noch 2004 für Citroen aktiven Carlos Sainz aus dem Vorruhestand zurückzuholen: "Ich glaube nicht, dass Carlos sich das noch einmal antun will.“ Fréquelin schließt nicht aus, für die kommende Türkei-Rallye eine Übergangslösung zu finden, und vor der Rallye Akropolis im Juni die Mannschaft erneut anders aufzustellen.

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