Ford Rally Team

Erfolgreicher Testmarathon auf Sardinien

Foto: McKlein 35 Bilder

Bei einem sechstägigen Test auf der Mittelmeerinsel Sardinien haben sich die Ford-Piloten Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala auf die kommende Rallye Zypern (12.3. - 15.3.) vorbereitet.

Zwei Rallyes, zwei Siege für Sebastien Loeb - so hat sich Ford-Teamchef Malcolm Wilson den Auftakt in die neue WRC-Saison sicher nicht vorgestellt. Mit harter Arbeit versucht das Werksteam nun, verlorenen Boden gutzumachen und sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

Auf Zypern stellt sich eine ganz besondere Herausforderung. Erstmals wird eine sogenannte Mischrallye ausgetragen. Am ersten Tag sind die Piloten auf Asphalt unterwegs, die zwei restlichen Etappen werden auf Schotter gefahren. Die Anpassungsarbeiten zwischen den einzelnen Prüfungen sind begrenzt. An allen Tagen müssen die Autos nach dem Schotter-Reglement ausgestattet sein. Asphaltreifen sind nicht erlaubt.

Schotterpaket auf Asphalt

Um diesen Spagat zu simulieren, testete Ford das Schotterpaket in Sardinien mit einer speziellen Abstimmung. Die Focus WRC-Boliden wurden tiefergelegt und mit härteren Federn versehen. "Ich habe beim Test gelernt, dass ich viel früher auf die Bremse steigen muss, weil der Griplevel mit dem Schotterreifen viel geringer ist und die Bremsen dazu noch kleiner dimensioniert sind", äußerte sich Latvala nach seinen ersten Eindrücken.

Befürchtungen, dass die für Sand und Steine ausgelegten Pneus die Asphaltbelastungen nicht überstehen würden, bestätigten sich nicht. Latvala: "Es ist sehr mörderisch für die Bremsen, aber die Reifen haben gut gehalten. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit einem guten Setup nach Zypern reisen."

Große Fortschritte

Auch Vizeweltmeister Mikko Hirvonen zog ein positives Fazit, obwohl er sich erst an die ungewöhnliche Kombination aus Schotterreifen und griffigem Asphalt gewöhnen musste: "Es ist zwar nicht das schönste Gefühl, so zu fahren, aber es ist eine neue Herausforderung für alle." Von Tag zu Tag habe das Team große Fortschritte machen können.

In den sechs Tagen legte Hirvonen insgesamt 650 Kilometer zurück, während Teamkollege Latvala auf 610 Kilometer kam. "Ich habe das Gefühl, wir haben alles dafür getan, um uns auf Zypern vorzubereiten. Ich freue mich wirklich auf den Wettkampf in zwei Wochen", so Hirvonen.

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