Fornaris kündigt bei Mitsubishi

Foto: Mitsubishi

Mitsubishis Chefingenieur Mario Fornaris quittiert aus persönlichen Gründen den Job. Die Entscheidung kam überraschend für das Team. Nach der Rallye Akropolis (24. bis 26.6.) muss Sportchef Isao Torii die Mannschaft neu aufstellen.

"Das ist Mario Fornaris persönliche Entscheidung, und wir haben sie zu akzeptieren", sagt Mitsubishi-Sportchef Isao Torii, der am Dienstag (7.6.) die Nachricht erhielt, dass sein Technik-Chef Mario Fornaris das Team verlässt. Zur Akropolis-Rallye wird Fornaris noch anreisen, Ende Juni ist Schluss.

"Es war eine harte und schöne Herausforderung, ein neues Ingenieurs-Team und ein neues Auto zu gestalten und in zweieinhalb Jahren konkurrenzfähig zu machen. Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben und möchte mich beim Team und allen, die an das Projekt geglaubt haben, bedanken. Es macht mich traurig zu gehen, aber ich muss meiner Linie treu bleiben", sagt Fornaris.

Der Chefingenieur beklagt bei Mitsubishi unterschiedliche Auffassungen in der Arbeits-Philosophie. Zudem verwehrte der japanische Hersteller Fornaris einen längerfristigen Vertrag. "Es gab keine Aussicht auf eine weitere Zukunft", sagt der scheidende Ingenieur, der dank einer Ausstiegsklausel Ende Juni gehen darf.

Erste Erfolge

Mario Fornaris stieß 2003 zu Mitsubishi. Bis dahin war der Italiener für die Testarbeit bei Peugeot verantwortlich. Sein Mangel an Erfahrung bei den Rallyes und seine Unerfahrenheit als Chefkonstrukteur hielten Kritiker zunächst für das Manko des Turiners, vor allem nach einer katastrophalen Saison 2004. Doch Fornaris überraschte die Konkurrenz des öfteren mit ausgefallenen technischen Lösungen.

2005 zeigte das beharrliche Voranschreiten auf seinem Weg Erfolg. Beim ersten Lauf in Monte Carlo fuhr Gilles Panizzi mit dem Lancer WRC auf Rang drei. Beim siebten WM-Lauf in der Türkei lag erstmals seit Frühjahr 2001 wieder ein Mitsubishi ab der Spitze des Klassements.

Keine konkreten Pläne

Das Tagesgeschäft wird künftig der Spanier Roger Estrada übernehmen, die Weiterentwicklung liegt künftig in den Händen des Franzosen Olivier Jansonnie. Fornaris ist ab dem 1. Juli ein freier Mann. Konkrete Pläne für die Zukunft hat er noch nicht: "Ich würde gern im Motorsport bleiben. Das ist schließlich mein Leben."

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