Grönholm erfolgreichster Finne

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Mit seinem Erfolg in Wales schob sich Marcus Grönholm auf Rang drei der ewigen Bestenliste im Rallye-Olymp. Nur Carlos Sainz und Sébastien Loeb holten mehr WM-Siege als der Finne.

"Ich kann nicht glauben, dass ich nun Tommi Mäkinen als erfolgreichsten Finnen abgelöst habe", sagte Marcus Grönholm nach seinem Sieg bei der Rallye Großbritannien. "Davon hätte ich nie zu träumen gewagt, als ich mit diesem Sport angefangen habe", sagte der 38-Jährige in Cardiff.

Der "Tomminator" drückte der Rallye-WM in den neunziger Jahren seinen Stempel auf, er gewann 24 Weltmeisterschafts-Rallyes bis zu seinem Rücktritt 2003. Mit seinem 25. WM-Erfolg hat Grönholm nun mit Colin McRae gleichgezogen und belegt mit dem Schotten den dritten Rang in der Bestenliste. Wann Grönholm den zurückgetretenen Carlos Sainz (26 Siege) einholt, ist eine Frage der Zeit. Als ernsthafter Gegner auf dem Weg an die Spitze bleibt lediglich Sébastien Loeb (28 Siege) übrig.

Marcus Grönholm: "Zu viele Fehler"

Der Elsässer lieferte Kontrahent Grönholm mit seinem vierfachen Armbruch eine Steilvorlage für die letzten vier Saionläufe. Grönholm holte sich drei leichte Siege. Einmal überschlug er sich, was ihn nicht nur den achten Saisonerfolg kostete, sondern auch seine Titelchance. Am Ende verlor er die WM mit einem Punkt gegen Loeb.

Doch Grönholm weint der verpassten Chance nicht nach: "Sébastien verdient den Weltmeistertitel in diesem Jahr. Ich habe dieses Jahr ein paar Fehler gemacht und trotzdem haben wir nur um einen Punkt verloren. Also müssen wir im nächsten Jahr gewinnen.

Keiner hat mehr Bestzeiten

Als kleiner Trostpreis bleibt Grönholm der Titel als schnellster Fahrer des Jahres. 121 Bestzeiten gehen auf das Konto des Ford-Werksfahrers, Sébastien Loeb liegt mit 86 Bestzeiten auf Rang zwei. Bis zu seiner Verletzung Ende September lag Loeb mit 86 zu 85 Bestzeiten haarscharf vor Grönholm.

Abgesehen davon geht Grönholm in die Rallye-Geschichte ein, weil er Ford erstmals seit 27 Jahren die Marken-Weltmeisterschaft sicherte und seit Hannu Mikkolas Erfolg im Escort 1800 erstmals seit 1979 wieder einen Sieg für Ford in Großbritannien. Teamchef Malcolm Wilson erklärt: "Es gibt bei uns ein Sprichwort: Um zu gewinnen, brauchst du einen Finnen. Glücklicherweise haben wir gleich zwei davon."

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