Grönholm siegt in Finnland

Foto: McKlein 61 Bilder

Ford-Pilot Marcus Grönholm wies Weltmeister Sébastien Loeb im Citroën bei der Rallye Finnland (17. bis 20.8.) in die Schranken. Der Titelverteidiger landete auf Rang zwei. Für Subaru endete wieder einmal eine Rallye im Desaster.

Zwölf Bestzeiten auf 21 Prüfungen sicherte sich Marcus Grönholm mit Befahrer Timo Rautiainen bei seinem Heimspiel. Die Lokalmatadoren zeigten mit dem sechsten Sieg in sieben Jahren, wer Herr im Hauso Suomi ist. Titelverteidiger Sébastien Loeb konnte bis zur Halbzeit mithalten. Der Finne und der Elsässer waren nur durch ein Dutzend Sekunden getrennt, doch dann traf Loebs Citroen Xsara einen Stein.

Der resultierende Reifenschaden kostete eine halbe Minute, und damit war der Kampf vorüber. Lobe sicherte Rang zwei, kassierte acht Punkte und war zufrieden: "Ich war der Einzige, der hier mit Marcus mithalten konnte." Loeb kann die Niederlage verschmerzen. In der WM liegt er nach zehn von 16 Läufen immer noch 31 Zähler vor Grönholm.

Ein bisschen weh tat Citroën-Teamchef Marc van Dalen, dass er in der Marken-Wertung acht Punkte auf Ford einbüßte. Sein Junior Daniel Sordo überschlug sich am zweiten Tag in den Wald. Ford brachte dagegen mit Mikko Hirvonen auf Rang drei ein weiteres Auto aufs Podium. "Seit ich ein Kind war habe ich davon geträumt, hier aufs Treppchen zu fahren", sagte Hirvonen, der am abschließenden Sonntag alle vier Bestzeiten fuhr. Citroën hat noch 15 Zähler Vorsprung vor Ford.

Fast ohne Punkte reiste dagegen wieder einmal das Subaru-Team ab. Chris Atkinson wurde durch Getriebeprobleme am zweiten Tag um zehn Minuten zurückgeworfen. Mehr als Rang 13 war so nicht zu erben. Petter Solberg konnte am ersten Tag der Spitze noch halbwegs folgen, doch dann überschlug sich der Norweger und lieferte nach seinem Unfall in Deutschland bereits den zweiten Schrotthaufen in zwei Wochen ab.

Henning Solberg: "Große Karriere"

Freude im Hause Solberg kam nur duch Bruder Henning auf, der im Peugeot auf Rang vier landete und flachste: "Das ist erst der Beginn einer großen Karriere." In einem weiteren Peugeot sicherte sich Gianluigi Galli Rang fünf. Peugeot-Teamkollege Manfred Stohl musste sich dagegen nach einem Steintreffer mit dem undankbaren neunten Rang zufrieden geben.

Mit seinem sechsten Sieg in Finnland holte Marcus Grönholm den in den 70er- und 80er-Jahren erfolgreichen Landsmann Markku Alen ein. Den Rekord mit sieben Siegen bei der gleichen Veranstaltung hält in Finnland immer noch Hannu Mikkola. Mit seinem 22. WM-Erfolg liegt Grönholm nun vier Siege hinter den Rekord-Haltern Sébastien Loeb und Carlos Sainz. Außer Loeb (sechs Siege) und Grönholm (vier Siege) gab es 2006 noch keinen anderen Sieger.

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